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14. April 2010

re:publica 2010 - der erste Tag

Wie vermutet wurde der vorher gemachte Zeitplan durcheinander gewirbelt - aber das ist auch gut so!


Die zwei Highlights aus persönlicher Wahrnehmung waren die Vorträge von Jeff Jarvis und  Peter Kruse, auch die Vorträge von Peter Glaser und Evgeny Morozov waren spannend im Zusammenhang mit den Entwicklungen der Informationsgesellschaft. 
Nachdem es bis zu neun parallele Sessions gibt, ist nicht ausgeschlossen, dass ich insbesondere bei den Workshops weitere Highlights verpasst habe. That's re:publica life.






re:publica 2010: Die Social Media Szene trifft sich in Berlin

Nun geht es endlich gleich los: die Re:publica 2010 öffnet ihre Tore!

Die Social Media Szene aus 25 Ländern trifft sich in Berlin, insgesamt werden 2500 Teilnehmer erwartet. Das Programm ist äusserst reichhaltig, bis zu acht parallelen Veranstaltungen erwarten uns in den kommenden drei Tagen, wir haben die Qual der Wahl. Meine Planung ist gemacht, zumindest für den ersten Tag, aber ob sich das Programm wirklich wie geplant abarbeiten lässt ist fraglich.

Die Vorfreude scheint hoch zu sein, dass zeigen die Tweets mit dem Hashtag #rp10 im Sekundentakt schon an den Tagen davor. Fotos werden ab heute auf flickr.com hochgeladen, auch hier mit dem tag #rp10.

Und gute Vorbereitung für einen solchen Event ist Pflicht wie @HappySchnitzel in ihren Tweets dokumentiert ...

11. April 2010

Twitternde Journalisten sind eher noch rar: Eine aktuelle Studie aus Österreich

Das Spannungsfeld Soziale Medien und Journalismus beschäftigt Praktiker wie Wissenschaftler und Politiker zur Zeit sehr intensiv und durchaus kontrovers. Ein Thema ist dabei das Verhältnis der sozialen Medien wie (Micro-) Blogging oder Social Networks und den Journalisten. Verschiedene Studien analysieren vor allem diese Zusammenhänge in den USA. Ein aktueller Beitrag ist z.B. "More Journalists Using Facebook And Twitter Journalists relying on social media for stories."

Im Januar 2010 wurde die Studie "Journalismus & Social Media" publiziert (Studie als pdf). Sie untersucht die Nutzung der Social Media durch Medienschaffende in Österreich. Die PR-Agentur ikp und die Fachzeitschrift „Der Österreichische Journalist“ haben über 500 österreichische JournalistInnen, PR-Profis und Kommunikationsverantwortliche über ihren persönlichen Gebrauch von Social Media Plattformen befragt. Die Ergebnisse sind Online verfügbar, wir wollen hier vor allem ein Augenmerk auf die Nutzung von Twitter durch die Journalisten richten.

Die o.g. Studie aus den USA sagt, dass
"More than a third (37%) of traditional journalists now contribute to Twitter".
Der Blick nach Österreich zeigt uns, dass dort immerhin 30% der Befragten Twitter nutzen. Davon aber lediglich 34% täglich und 26% mehrmals pro Woche, der Rest seltener. In konkreten Zahlen heisst das, dass 26 Medienschaffende in Österreich - die an der Erhebung teilgenommen haben - täglich Twitter nutzen. Da nicht alle Befragten Journalisten waren, ist die Zahl der zwitschernden Journalisten entsprechend geringer.
"Weitgehend resistent gegen den „Zwitscher-Hype“ scheinen überraschenderweise besonders RespondentInnen aus Tageszeitungen (12%) und aus dem Magazinbereich (17%) zu sein."

15. März 2010

Vorübergehende Verlagerung meiner Blogaktivitäten

Zur Zeit veröffentliche ich auf diesem Blog eher wenig, das hat seinen Grund:

Als Redakteur des FHS eSociety Blogs bin ich gegenwärtig vor allem dort aktiv; meine Posts sind namentlich auf dem FHS eSociety Blog gekennzeichnet.

Der FHS eSociety Blog ist der Weblog des interdisziplinären Forschungsbereichs eSociety der FHS St. Gallen und wurde im Januar 2010 gestartet. Auf diesem Blog berichten wir einerseits über die aktuellen Aktivitäten im Kontext eSociety an der FHS St. Gallen, abererseits informieren wir über interessante und aktuelle Entwicklungen aus dem Bereich eSociety ganz allgemein, diskutieren und kommentieren sie. Dazu wird unser Weblog sukzessive ausgebaut und erweitert.

22. Februar 2010

“Think Global – Act Local” – Wie die Informationsgesellschaft greifbar werden kann

Freie Netze. Freies Wissen.” ist ein Sammelband, der sich einerseits mit den globalen Entwicklungen der Informationsgesellschaft beschäftigt – think global. Gleichzeitig werden in dem Werk aber ganz konkrete Projekte und Projektideen für die lokale Umsetzung globaler Konzepte vorgestellt und besprochen – act local.

Der Sammelband wird herausgegeben von Leonhard Dobusch und Christian Forsterleitner und ist 2007 erschienen; entstanden ist er Band als Beitrag für das Europäische Kulturhauptstadtjahr Linz 2009.

Eine Besprechung habe ich unter gleichem Titel auf dem FHS eSociety Blog veröffentlicht.

11. Februar 2010

30 Jahre „Wissen in Aktion“ - Abschiedsvorlesung von Rainer Kuhlen

Am 10. Februar 2010 hielt Professor Rainer Kuhlen (Eintrag bei Wikipedia) seine Abschiedsvorlesung an der Universität Konstanz (Pressemitteilung).
Rainer Kuhlen hatte den Lehrstuhl für Informationswissenschaft - den ersten Lehrstuhls seiner Art in Deutschland - seit dem Oktober 1980. Schon die isi 2009 wurden Kuhlen zu Ehren in Konstanz veranstaltet.
Zum Verständnis der Konstanzer Informationswissenschaft lesen wir auf der Homepage des Lehrstuhls:
"Das Leitbild der Konstanzer Informationswissenschaft bezieht sich auf den pragmatischen Primat bei der Sicht auf Information: Information ist handlungsrelevantes Wissen oder - formelartig - Information ist Wissen in Aktion. Die (sozialen, kognitiven, politischen, ökonomischen, ethischen und kulturellen) Rahmenbedingungen der Nutzung und die Handlungsrelevanz von Information ergänzen die ansonsten häufig dominierende technische Sicht auf Information."

4. Februar 2010

Teenager: Bloggen ist out, Social Networks sind in

Vor wenigen Tagen wurde in den USA eine Studie zum Medienkonsum der Generation M2 publiziert.

Heute erreicht uns die Nachricht einer Studie zum Thema Social Media & Mobile Internet Use Among Teens and Young Adults des PewResearchCenter.

Die grundsätzlichen Ergebnisse sind letztendlich nicht weiter überraschend, in der Studie erfährt man aber zahlreiche Details:
  • Die Teenager bloggen weniger als noch 2006, Erwacsene dagegen mehr
  • Die Nutzung von Social Networks hat dagegen massiv zugenommen, sowohl bei Teenagern als auch bei den anderen Altersgruppen. 
  • Twitter spielt kaum eine Rolle bei den Teenagern: "Twitter is an exception".
  • Ein Handy zu besitzen ist auch bei Teenagern inzwischen mainstream geworden
  • Annähernd 100% der Teenagr ab 12 Jahren nutzen das Internet.

Weitere Quellen:

Bildquelle: flickr.com/ Marco Gomes

3. Februar 2010

2. Social Media Gipfel in Zürich

Das war er nun, der 2. Social Media Gipfel in Zürich, heute Morgen um 07:30. Und wie es eben kommen musste: Einer der Referenten hatte sich tatsächlich auf 19:30 eingestellt ...; zur Anfangszeit um 07:30 meinte mindestens ein Teilnehmer im Vorfeld, dass die Uhrzeit gegen die Genfer Menschenrechtskonvention verstösst …
Nun gut, es ging nach Kaffee und Gipfeli - gesponsert von local.ch - trotzdem fast pünktlich los, das NZZ Bistro (auf Gowalla, auf Foursquare) war voll besetzt.

29. Januar 2010

FHS eSociety Blog ist Online

Seit wenigen Tagen ist der FHS eSociety Blog Online!

Der Weblog des interdisziplinären Forschungsbereichs eSociety der FHS St. Gallen ("Leuchtturm") hat das Ziel, einerseits die aktuellen Aktivitäten im Kontext eSociety an der FHS vorstellen und bekannt machen, andererseits über interessante und aktuelle Entwicklungen aus dem Bereich eSociety zu informieren, sie zu diskutieren und zu kommentieren. Dazu wird der Weblog sukzessive ausgebaut und erweitert.

Der interdisziplinäre Forschungsbereich eSociety der FHS St. Gallen will zu den Herausforderungen der Informationsgesellschaft seinen Beitrag leisten startete im Herbst 2009 unter Federführung des Instituts IPM-FHS.

Unter Einbezug aller vier Fachbereiche an der FHS – Gesundheit, Soziale Arbeit, Technik und Wirtschaft – werden Fragestellungen interdisziplinär und institutsübergreifend bearbeitet, Antworten entwickelt. Innovative Lösungen für die Entwicklung der Informationsgesellschaft sind per se interdisziplinär und können deswegen kaum sinnvoll von nur einer fachlichen Disziplin entwickelt werden. Mehr zum Profil hier.

Der Leuchtturm eSociety twittert auch unter FHS_esociety.


Bildquelle: flickr.com/ wasser1963 (CC Lizenz)

20. Januar 2010

Medienkonsum der Generation M2

Die Kaiser Family Foundation haht heute eine Studie zum Medienkosum der 8- bis 18-jährigen in den USA veröffentlicht: "Generation M2: Media in the Lives of 8- to 18-Year-Olds". Der Internet Kritiker Andrew Keen kommentierte dazu via Twitter:
"if this report about kids' media habits doesn't disturb you, then you don't have kids".
Worüber ist Keen so entsetzt? Gemäss der Studie ist der Medienkonsum der 8- bis 18-jährigen Kinder und Teens in den USA markant angestiegten seit der letzten Untersuchung 2004. So verbringen sie im Durchschnitt knapp acht Stunden (7:38) mit elektronischen Medien, konsumieren aber Inhalte im Umfang von knapp elft Stunden (10:45) durch Mehrfachnutzung verschiedener Medien. Die NYT titelt dazu heute:
"If Your Kids Are Awake, They’re Probably Online".
Die representative Studie wurde nach 1999 und 2004 2009 zum dritten Mal durchgeführt.

Der Anstieg des Medienkonsums wird gemäss der Studie vor allem durch den Gebrauch mobiler Endgeräte getrieben. Die mobilen Alleskänner werden im Durchscnitt 33 Minuten täglich zum telefonieren genutzt , aber 49 Minuten für anderes wie Musik hören, spielen oder TV. Wer Beschränkungen des medienkonsums durch die Eltern auferlegt bekommt, konsumiert deutlich weniger als diejenigen ohne Beschränkungen. Je nach Medium geben aber nur ca. ein Drittel an, überhaupt Einschränkungen in der Nutzung zu haben. Kinder mit Beschränkungen seitens der Eltern nutzen Medien im Schnitt fast drei Stunden (2:52) weniger als solche ohne jegliche Einschränkungen. Inwieweit der Medienkonsum die schulischen Leistungen beeinflusst, lässt die Studie letztendlich offen.

Ein weiterer Grund für die Zunahme wird in den Aktivitäten in Social Networks zugeschrieben.

Weitere Ergebnisse sind der ausführlichen Pressemitteilung oder der Präsentation der Studie zu entnehmen. Der vollständige Bericht (85 Seiten) ist ebenfalls Online erhältlich. In einem Video werden drei Profile der Generation M2 vorgestellt. 

Bildquelle: flickr.com/ Marco Gomes

12. Januar 2010

#smgzh - Der Gipfel der Schweizer Social Media Gemeinde

Kaum zu glauben, aber wahr: Die ca. 80 Plätze des zweiten Social Media Gipfels am 3. Februar 2010 um 07:30 (ja, am Morgen!) in Zürich waren bereits nach 1 Std. 23 Min. ausgebucht.
Heute um 18:41 erreichte uns der Tweet von @smgzh: "Ausgebucht". Auf der Website socialmediagipfel.ch lesen wir:




Und das, nachdem die Einladung zumindest meine Mailbox heute um 17:18 erreichte und zum gleichen Zeitpunkt die Einladung auch getwittert wurde.



Worum geht's hier eigentlich? Ganz offensichtlich hat die Social Media Community in der Schweiz nur darauf gewartet: Die beiden Initianten @phogenkamp und @marcelbernet hatten die Idee, eine Plattform zum lockeren Austausch zu Schweizer Social Media Themen zu schaffen, der Social Media Gipfel (SMGZH) war geboren. Bereits der erste SMGZH am 2. Dez. 2009 war nach wenigen Stunden ausgebucht.

Aber der SMGZH ist anders:
  • Er findet am Morgen statt, um zwar um 07:30, d.h. selbst für die Zürcher einigermassen frühes Aufstehen ...
  • Es ist ein Web 2.0 Event: Die Community organisiert sich (fast) selbst via Twitter, Web und E-Mail: Themen, Referenten, Sponsoren, Einladungen, Anmeldungen.

Für alle, die nicht live dabei sein können, gibts auch am 3. Feb. sicher wieder viele Live Tweets mit dem hashtag #smgzh. Für mich heisst es früh aufstehen ...

Bildquelle: flickr.com/Tom Purves

2. Januar 2010

Die App Economy - ein Phänomen nimmt 2009 Gestalt an

Die App Economy - in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres häuften sich die Meldungen über dieses neue Phänomen. 
Und ganz aktuell greift Stefan Betschon (S.B.) (die gesammelten Kolumnen aus der digitalen Welt von S.B.) in seinen Beiträgen über die besten Gadets 2009 das Thema der App Economy wieder auf: "Eine Sturmwelle der Kreativität überrollt die Handy-Plattform", erschienen in der NZZ vom 31. Dez. 2009 im Bund Mobil - Digital


Betschon thematisiert die rasanten und radikalen Veränderungen im Gesachäftsmodell der Mobilfunkindustrie. Bis vor kurzem waren es die Mobilfunknetzbetreiber, die definierten, was für uns Kunden gut war und was nicht. Dazu Betschon:
"Der Wettbewerbsdruck in der Mobiltelefonie hat sich in jüngster Zeit durch den Markteintritt von Apple und Google stark erhöht. Doch es sind nicht einfach neue Wettbewerber angetreten – die Spielregeln haben sich verändert. Bis vor kurzem haben die Mobilnetzbetreiber den Gang der Dinge diktiert. Diese oft aus ehemaligen staatlichen Monopolbetrieben hervorgegangenen Unternehmen legten fest, welche Endgeräte, welche Funktionen und welche Dienstleistungen ein Abonnent erwarten konnte. Weil der Grossteil der Handys durch die Mobilnetzbetreiber verkauft wurde, mussten sich selbst grosse Anbieter wie Nokia dem Diktat der Mobilnetzbetreiber unterordnen. Nicht der Endverbraucher, sondern die Mobilnetzbetreiber bestimmten den Funktionsumfang eines Handys. [...] 
Apple und Google haben nun die Spielregeln verändert. Für das Recht, das iPhone zu verkaufen, müssen die Mobilnetzbetreiber Apple an den damit generierten Umsätzen beteiligen. [...]
Eine Folge dieser geänderten Machtverhältnisse ist das Entstehen einer sogenannten App economy im vergangenen Jahr, eines schwunghaften Handels mit billigen Progrämmchen für das Handy."

Auch wenn es inzwischen die App Stores für verschiedene mobile Plattformen gibt, gibt Apple hier eindeutig den Pace vor. Eröffnet im Juli 2008, bietet der Apple App Store gegenwärtig bereits über 100'000 Apps, also Programme und Progrämmchen für das iPhone. Die offizielle Meldung vom 4. Nov. 2009 dazu: "Apple Announces Over 100,000 Apps Now Available on the App Store", bereits am 27. Okt. 2009 meldetet masahble.com: "WOW: iPhone Reaches 100,000 Approved Apps". 
In zahlreichen Beiträgen wurde die App Economy in den letzten Monaten diskutiert, es folgt eine Auswahl:
Und ganz aktuell von heute dazu Andreas Göldi (@agoeldi) auf netzwertig.com: "Der Kampf um die nächste Generation digitaler Inhaltskanäle": Dank der Apps mutieren Smartphones zu Kanälen digitaler Inhalte - so eine zentrale Aussage. 
Die Ankündigungen, Diskussionen und Aufgeregtheiten z.B. rund um die BILD-iPhone-App oder die geplante App der ARD Tagesschau machen deutlich, dass die App Economy längst eine Wirkung auf andere Wirtschaftsbereiche und deren Geschäftsmodelle hat. Es bleibt also spannend abzuwarten, wie sich die App Economy in 2010 entfaltet. Stefan Betschon dazu in der NZZ:
"..., die Schleusen sind geöffnet, eine Sturmwelle der Kreativität dürfte hier im kommenden Jahr für manche Überraschung sorgen."
Bildquelle: flickr.com/Cristiano Betta