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3. Juli 2009

Der (N)ONLINER Atlas - eine aktuelle Studie zur Nutzung und Nichtnutzung des Internets

Mit dem (N)ONLINER Atlas ist jüngts eine aktuelle Studie zur Nutzung und Nichtnutzung des Internets in Deutschland publiziert worden.

Der (N)ONLINER Atlas ist eine Studie der
Initiative D21 von knapp 70 Seiten und wurde durchgeführt von Infratest.

Methodisch wurden ca. 30'000 Interviews durchgeführt, die Studie
Während viele Studien und wissenschaftliche Arbeiten das Verhalten derjenigen analysieren, die bereits Online sind, verspricht diese Studie auch eine Analyse der Nicht-Onliner.

Die komplette Studie gibt es als
pdf-Datei (6.3MB) zum Download. Eine Printversion kann kostenlos bestellt werden. Einige der Kernergebnisse:
  • Der Onliner-Anteil in Deutschland liegt bei knapp 70%
  • Der Offliner-Anteil liegt bei 26.6%
    (als Offliner werden Nichtnutzer ohne Nutzungsplanung verstanden)
  • 20% der Männer sind Offliner, aber knapp33% der Frauen
  • 4.3% wollen innerhalb eines Jahres zu Onliner werden
  • Es gibt ein klares Stadt-Landgefälle
  • Das Wachstum bei den Onlinern in der Altersgruppe 60-69 ist überdurchschnittlich hoch, knapp 50% sind Online
  • Das Wachstum bei Personen mit formal einfacher Bildung ist ebenspo überdurchschnittlich hoch und liegt bei 53%
  • 47% der Haushalte mit einem Einkommen von weniger als 1000 EUR sind Online, auch hier ein überdurchschnittliches Wachstum
  • In der Altersgruppe 70plus sind weniger als 20% Online, das Wachstum ist hier unterdurchschnittlich
  • Zwei Drittel der Onliner nutzen einen Breitbandanschluss.
Der typische Internetnutzer gleicht sich also immer mehr dem Durchschnittsbürger an, die meisten bisher oft unterrepräsentierten Gruppen holen überdurchschnittlich auf - eigentlich erfreulich im Hinblick auf das Thema Digital Divide.

Die Studie umfasst zahlreiche Tabellen und Grafiken und zeigt regionale (bis auf Ebene Regierungsbezirke), demographische und zeitliche Veränderungen auf. Das 5. und 6. Kapitel (S. 32-40) widmet sich dann vor allem den Offlinern mit und ohne Beschaffungsabsichten.


Bildquelle: pixelio/RainerSturm

1 Kommentar:

chris hat gesagt…

Interessante Studie. Schön einen Informationswissenschaftsblog gefunden zu haben. Die sind noch deutlich unterrepräsentiert im detuschen Internet :-).