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15. Mai 2013

Swiss eCommerce Award: eBusiness Studierende haben ihre Gewinner bereits gekürt

Heute Nachmittag findet in Zürich im Rahmen der  Internet-Fachmesse ONE in der Messe Zürich die Verleihung der Swiss eCommerce Awards 2013 statt.

Im Rahmen der Lehrveranstaltung Electronic Business im Bachelorstudiengang Informationswissenschaft an der HTW Chur  haben die Studierenden bereits ihr Urteil gefällt: Auf Basis der Liste der Nominierten haben sie ihre Gewinner gewählt. Die Auswahl fand unter Hinweis auf die Bewertungsriterien, aber ohne spezifisches Bewertungsraster, statt. Insgesamt haben 12 Studierende abgestimmt.

And the Winners are ...

... in den Kategorien:

  • B2C Onlineshops - Fashion & Accessoires: Zalando
  • B2C Onlineshops - Lifestyle & Hobby: Hotelplan
  • B2C Onlineshops - Home & Living: Micasa
  • B2C Onlineshops - Electronics & Media: Digitec
  • B2C Onlineshops - Body & Taste: Dieci
  • Mobile & Couch Commerce: LeShop.ch iPad App 
  • Social Commerce: daydeal.ch
  • Multi-Channel & Logistics: LeShop.ch DRIVE
  • Newcomer Award: Glassy 

Die Studierenden werden heute Nachmittag live miterleben, wer die Swiss eCommerce Awards 2013 erhält!

Nachtrag 21:50
Inzwischen stehen die Gewinner des Swiss eCommerce Awards 2013 fest. Und die Studierenden haben immerhin in vier Kategorien den richtigen Riecher gehabt. 


12. Mai 2013

Wie schnell eine Falschmeldung produziert - und aufgedeckt werden kann

Quelle @sanktgallen
In der vergangenen Woche publizierte die HWZ die website socialswitzerland.ch. Sie zeigt dynamisch die Social Media Aktivitäten der Kantone und Kantonshauptstädte in der Schweiz auf. So weit so gut.

Aber leider hat sich bei der Recherche ein Fehler eingeschlichen: Die Aktivitäten der Stadt St. Gallen waren mit Null bewertet.

Dies blieb nicht lange unentdeckt: Kurz nach der Ankündigung der website  und wurde der Fehler via Twitter kommuniziert. Die HWZ versprach sofortige Besserung. Und kurz darauf wurde Vollzug gemeldet

Dies hielt 20 Minuten nicht davon ab, einen Artikel mit der Schlagzeile "Ostschweiz auf Social Media nicht vertreten" mit Namenskennzeichnung zu publizieren. Und auch andere Medien vertrauten blind der Medienmitteilung.

Zwei Dinge erstaunen hier:

  1. Eine Journalistin, die einen solchen Artikel verfasst oder redaktionell bearbeitet, und sei er auch noch so kurz, sollte wenigstens ansatzweise wissen, worüber sie schreibt. Wäre das der Fall gewesen, hätte sie bemerken müssen, dass die Social Media Aktivitäten der Stadt St. Gallen nicht inexistent sind - eher das Gegenteil.
  2. Und auch wer immer die Autoren einer Studie bzw. Website sind, ein Faktencheck, wenigstens im Sinne der Plausibilität, sollte durchgeführt werden, wenn irgendwie möglich. Dies wäre in diesem Fall sehr einfach in max. 60 Sekunden möglich gewesen. Sehr schnell hätte man feststellen können, dass die stgaller Social Media Aktivitäten nicht Null sind. 

Ganz offenbar hat der genannte Artikel alle Qualitätskontrollen der Journalistin und der Redaktion erfolgreich geschafft. Und somit wurde eine Schlagzeile publiziert, die schlichtweg falsch ist.

So viel zur Qualität im Journalismus.

Was lernen wir daraus?

  1. Hinterfrage grundsätzlich Aussagen und Feststellungen jeder Studie, und seien die Autoren noch so seriös, Fehler können jeder und jedem unterlaufen. 
  2. Mache wenn immer möglich Fakten-/ Plausibilitätschecks, bevor Du Schlussfolgerungen ziehst. 
  3. Hinterfrage grundsätzlich Aussagen und Feststellungen von (Zeitungs-) Artikeln.

    und
  4. Social Media sind ein effektives Werkzeug, um Falschmeldungen aufzudecken. 



16. April 2013

Blogs von Studierenden als Teil einer Lehrveranstaltung - FS 2013

Wie schon im vergangenen Frühjahr  führen die Studierenden im Rahmen meiner Lehrveranstaltung "Informationsgesellschaft, -ethik und -politik" (IGEP) im Bachelorstudiengang Informationswissenschaft an der HTW Chur einen thematischen Blog zu ihren Themen über das ganze Semester.



Hier eine Auflistung aller Blogs:



Selbstverständlich freuen sich die Studierenden über Feedbacks, Kommentare und Likes !

3. März 2013

Offene gesellschaftliche Innovation als Basis von Innovationsregionen – Ergänzung wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Innovationen zum Vorteil einer Region

(Dieser Beitrag wurde am 1. Feb. 2013 auf dem FHS eSociety Blog publiziert)

Heute stehen zunehmend ganze Regionen in einem nationalen wie internationalen Wettbewerb. Um ihre wirtschaftliche Leistungsfähigkeit zu erhalten und auszubauen und um die Lebensqualität zu erhalten und zu steigern, sind permanente Innovationen notwendig. Innovationsregionen zeichnen sich aus durch ein Miteinander von wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Innovation. Das Projekt eSociety Bodensee 2020 zeigt auf, wie offene gesellschaftliche Innovationen im Einklang mit wirtschaftlichen Innovationen die Innovationskultur in einer Region fördern kann.

Innovationen sind wichtige Triebkräfte für Wirtschaft und Gesellschaft. Angesichts der Globalisierung unseres Wirtschaftsraums wird es immer wichtiger, dass sich Regionen vernetzen und sich so als Innovationsstandorte erfolgreich im globalen Wettbewerb behaupten können. Unternehmensnetzwerke wie zum Beispiel die Virtuelle Fabrik Nordwestschweiz Mittelland oder die Virtuelle Fabrik Euregio Bodensee machen dies deutlich.

Open Innovation ist ein Konzept im Rahmen des Innovationsmanagements, das externe Quellen explizit in den Innovationsprozess einbindet. Das Konzept geht dabei über die klassischen Formen der Forschungs- und Entwicklungskooperationen hinaus: Durch offene Aufrufe werde die Akteure in weitgehend undefinierten Netzwerken zur Mitarbeit an Entwicklungsaufgaben motiviert (Reichwald/Piller 2009, 115). Dazu werden heute vor allem Internet-basierte sowie Social Media Plattformen genutzt; bekannte Beispiele sind innocentive.com, atizo.ch odermigipedia.ch.

Auch wenn das Open Innovation Konzept seit längerem bekannt ist und es eine Reihe von Beispielen für die erfolgreiche Anwendung in der Wirtschaft insbesondere bei grösseren Unternehmen gibt, werden Open Innovation Instrumente in der Breite und insbesondere bei KMU eher zögerlich eingesetzt. Dies belegt z.B. der Open Innovation Monitor 2012, der Unternehmen in der Schweiz und Deutschland befragt hat (Rekece et al. 2012). Ein wichtiger Grund für die nur zögerliche Nutzung ist das fehlende Wissen über die Möglichkeiten und Grenzen von Open Innovation.

Internationales Forschungsprojekt eSociety Bodensee 2020

Die internationale Bodensee-Region zeichnet sich – wie auch andere Regionen in der Schweiz – durch hoch innovative vor allem mittelständische Unternehmen aus. Beispielhaft an dieser Region will das Projekt eSociety Bodensee 2020 aufzeigen, wie wirtschaftliche und gesellschaftliche Innovation sich zum Vorteil der ganzen Region ergänzen können. Das Projekt hat demnach zum Ziel, die Bodensee-Region durch den Einsatz innovativer Informations- und Kommunikationstechnologie zu einer führenden Region offener Innovationen auszubauen. Das Projekt wird gemeinsam von der Zeppelin Universität, der Universität Liechtenstein und der FHS St. Gallen durchgeführt und von der Internationalen Bodensee Hochschule IBH unterstützt. Das Projekt ‚eSociety Bodensee 2020 wurde im Juli 2012 gestartet.

Im Rahmen des Projektes wird der bestehende Begriff Open Innovation erweitert: Offene gesellschaftliche Innovation bezeichnet die Adaption und anschliessende nachhaltige Nutzung geeigneter betriebswirtschaftlicher Open Innovation - Ansätze zur Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen durch Staat und Gesellschaft (von Lucke et al. 2012) – die Ideen der offenen Innovation aus der Wirtschaft werden also auch auf den gesellschaftlichen Bereich angewendet.

Besonders erstrebenswert ist die Schaffung einer Innovationskultur, welche alle gesellschaftlichen Akteure gleichermassen anspricht, diese mit einschliesst und so deren Innovationspotenzial für das Gemeinwesen und die gesamte Bodensee-Region verfügbar macht. Somit wird die Standort- und Lebensqualität nachhaltig gefördert.

Wirtschaftliche und gesellschaftliche Innovationen müssen sich ergänzen

Der Ansatz für die Bodensee-Region zeichnet sich durch zwei Besonderheiten aus: Erstens muss wirtschaftliche Innovation der Unternehmen durch gesellschaftliche Innovation begleitet werden, um einen nachhaltigen Raum für Innovation zu schaffen. Beide Bereiche, Innovation “für” und “aus” der Gesellschaft, können sich gegenseitig verstärken. Zweitens sind Informations- und Kommunikationstechnologien nicht nur Gegenstand, sondern auch Mittel der Innovation. Moderne Technologien ermöglichen es, offene Innovationsprozesse zu entwickeln, in denen die Menschen der Region als Bürger, Konsumenten oder Mitarbeitende in Ideenfindungs- und Umsetzungsprozesse involviert werden. Daher verfolgt das Projekt offene Innovationen, denn die gezielte Entwicklung einer offenen Innovationskultur kann einen strategischen Vorteil für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung der Bodensee-Region gleichermassen bedeuten.

Ziel ist es, dass nicht nur die Wirtschaft gemeinsam mit der Wissenschaft nachhaltige Innovationen mit neuartigen Werkzeugen, Produkten, Dienstleistungen und Veranstaltungen generiert, sondern dass diese Angebote auch von der Gesellschaft, den Bürgern, der Politik, der Verwaltung, den Medien, der Kunst und Kultur sowie im Gesundheitswesen genutzt werden, um so aktiv Innovationen mitzugestalten. Durch dieses Zusammenspiel eröffnen sich für die Bevölkerung im Bodenseeraum ganz neue Perspektiven und Möglichkeiten der Zusammenarbeit und der Vernetzung. Zudem können vollkommen neuartige Innovationsimpulse für und über die Region hinaus entstehen. Gerade die Verknüpfung gezielter Innovationsförderung mit den Chancen sozialer Medien und leicht bedienbarer Webtechnologien unter Einbindung aller Gesellschaftskreise macht die Region zu einer echten Innovationsregion in allen gesellschaftlichen Bereichen. Von einem entsprechenden Innovationsklima bzw. der Innovationskultur profitiert entsprechend auch die Wirtschaft.

Ein Open Innovation Werkzeugkasten

Da Projekt wird Open Innovation Werkzeuge auf ihre Eignung für gesellschaftliche Fragen analysieren; ausgewählte Instrumente werden in Pilotprojekten konkret umgesetzt. Ein Open Innovation-Werkzeugkasten soll den Verantwortlichen helfen, aus der Vielfalt der verwendbaren Methoden jene auszuwählen und zu verwenden, die sich in der jeweiligen Situation besonders eignen.

Das Projekt nutzt die in der Bodensee-Region vorhandene kulturelle Vielfalt, setzt auf die guten Voraussetzungen für Innovationen, baut diese mit Fokus auf eine vernetzte Gesellschaft systematisch aus und beteiligt dabei vor allem die Bürger, die auch Konsumenten und Mitarbeitende der Unternehmen sind. Innovationen sind keine programmatische Vorgabe, sondern entwickeln sich durch die Ideen und Interaktionen der Menschen im Bodenseeraum. Wirtschaftliche und gesellschaftliche Innovationen gehen Hand in Hand und prägen die Region. Damit unterstützt die Idee der eSociety Bodensee 2020 auch die Zielsetzungen der Internationalen Bodenseekonferenz (IBK), wie sie in ihrem Leitbild von 2008 formuliert sind.

Literatur:

Jörn von Lucke, Johann Herzberg, Ulrike Kluge, Jan vom Brocke, Oliver Müller, Hans-Dieter Zimmermann (2012): Offene gesellschaftliche Innovation: Die Seealemannische Definition. White Paper.

Ralf Reichwald, Frank Piller (2009): Interaktive Wertschöpfung, 2. Auflage. (pdf)

Robert Rekece, Hans-Dieter Zimmermann, Christoph Meili (2012): Open Innovation Monitor 2012 - Studienergebnisse zum Innovationsmanagement unter Führungskräften. White Paper. (www.openinnovationmonitor.ch)

Weiterführende Informationen und Literatur:

Staatsmodernisierung durch Open Innovation: Problemlage, Theoriebildung, Handlungsempfehlungen (Johann Herzberg, 2012)

The Use of ICT to Support Regional Developments: Contributions from the Bled eConference (H.-D. Zimmermann, 2012)

Die Blaupause vom Bodensee (IBH, 2011)

Der Alpenraum auf dem Weg zur innovativen eRegion in Europa (H.-D. Zimmermann, 2010)


23. Februar 2013

Blogs in der Lehre - Feedback von Studierenden (HS 2012)


Im vergangenen Herbstsemester 2012 haben die Studierenden im Rahmen der Lehrveranstaltung "Informationsgesellschaft, -ethik und -politik" (IGEP) im Bachelorstudiengang Informationswissenschaft an der HTW Chur wieder je einen thematischen Blog zu ihren jeweiligen Themen über das ganze Semester geführt.

Wie schon in vorangegangenen Veranstaltungen habe ich nach Abschluss des Semesters eine anonyme Umfrage durchgeführt. Die Auswertung präsentiere ich hier zusammenfassend.

Die Erhebung wurde Online via Unipark durchgeführt. Insgesamt konnte ich 6 Fragebögen auswerten, der Kurs hatte 10 Teilnehmer, 90% der Studierenden sind weiblich. Die Studierenden sind Vollzeitstudierende und in Bezug auf das Alter überwiegend Angehörige der Net-Generation.

Es folgt ein Vergleich der Ergebnisse zum Frühjahrssemester (FS) 2012 (%-Angaben jeweils in Klammern), die komplette Auswertung ist im Foliensatz am Ende des Beitrags dokumentiert:

Vorherige Blog Erfahrungen 
Die Erfahrungen mit Blogs waren etwas weniger stark ausgeprägt.

Aufsetzen des Blogs (technisch)
Das Aufsetzen des Blogs wurde insgesamt als etwas schwieriger bewertet, der zeitliche Aufwand war etwas höher.

Als Blogsysteme wurden genutzt Blogspot mit 67% (5%) und Wordpress mit 33% (95%), also eine deutliche Verschiebung.  

Start des Blogs (inhaltlich)
Der Start des Bloggens an sich wurde etwas schwieriger empfunden. Einfach oder sehr einfach war es für niemanden.  

Führen des Blogs (zeitlich)
Der Zeitaufwand für's Bloggen hat sich weniger stark reduziert.

Die Erfahrungen mit der thematischen Auseinandersetzung über ein Semester hinweg wurden wieder grundsätzlich positiv beurteilt.

Auch der Wissenszuwachs durch das Bloggen über ein Semester hinweg wurde wiederum überwiegend als sehr positiv beurteilt. 

Das IGEP Format
Die Eignung für die Lehrveranstaltung einschliesslich Leistungsnachweis bewerten die Studierenden nicht etwas positiver als im FS 2012; das gilt auch für den Wissenszuwachs im Vergleich zu einer klassischen Hausarbeit.

Die komplette Auswertung ist in der folgenden Präsentation dokumentiert:



8. Januar 2013

"Social Media in Commerce and Business" - Special Interest Track an der 26th Bled eConference



Zum 26. Mal findet vom 9. bis 13. Juni 2013 die Bled eConference in Bled, Slowenien, statt.

Das Rahmenthema lautet 

eInnovation: Impacts on Individuals, Organizations and Society

"After years of rapid technological advances, it is time to reflect on how information and communication technologies (ICTs), information systems and applications have altered fundamentally the way individuals and organizations communicate, interact and organize. Now the time has come to explore the impact of these developments on individuals, organizations and society. Moreover, this provides the opportunity to develop a critical eye to examine our responsibilities as individuals, citizens, consumers and organizations when facing, challenging and shaping these impacts."
Auch in diesem Jahr organisiere ich zusammen mit dem Kollegen Jari Salo aus Finnland den Special Interest Track Social Media in Commerce and Business.
"...
The purpose of this special interest track is to present and to discuss latest developments and experiences in the field of Social Media within the area of commerce and business.
..."

Die Frist für die Einreichung von Research Papers zur Konferenz ist der 11. Februar 2013

Weitere Details zu den Call for Papers und zur 26. Bled eConference gibt es hier.


24. Dezember 2012

eCommerce ist real!

So, jetzt müsste es aber bald jeder im Einzelhandel kapiert haben: eCommerce ist real!

In den USA setzt der Online Handel erstmals an einem einzigen Tag, dem Black Friday, mehr als eine Milliarde Dollar um, eine Steigerung um 22% zum Vorjahr.

Und gestern titeln diverse Medien ganz eindeutig: Einzelhandel ächzt unter Internet-Konkurrenz heisst es bei focus.de, Konkurrenz durch das Internet liesst man bei spiegel.de, und in der NZZ am Sonntag lesen wir Schöne Bescherung für Online-Händler.

Und nicht nur dass Online gekauft wird, auch 65% der Kaufentscheidungen werden bereits digital beeinflusst wie wir bei carpathia.ch erfahren.


26. November 2012

Die Zeitungskrise und das Internet, der Qualitätsjournalismus und das Gechäftsmodell Zeitung

Ja, auch meine Two Cents zur aktuellen Zeitungskrise, die vielfach diskutiert wurde (wie z.B. drüben bei Peter Hogenkamp).

Und heute hat sich auch Frank Schirrmacher zur Zukunft des Journalismus: Das heilige Versprechen geäussert, mit verschiedenen Repliken wie hier  oder hier oder hier. (und es kommen sicher noch Dutzende dazu)

Ein Frage kommt mir dabei in den Sinn:
Hat sich der sog. Qualitätsjournalismus eigenlich je selbst finanziert? Oder war es nicht vielmehr das Geschäftsmodell der Zeitung als Ganzes, das den Qualitätsjournalismus ermöglichte: Anzeigenerlöse finanzieren (zu einem grossen Teil) Journalisten, Redakteure und Korrespondenten?

Mir fällt bei der Diskussion zur Zeitungskrise der letzten Tage (und Monate, und Jahre) ein Artikel ein, aus dem ich hier zitieren möchte:

"One of the profound consequences of the ongoing information revolution is its influence on how economic value is created and extracted.
[...]
The traditional marketplace interaction between physical seller and physical buyer has been eliminated. In fact, everything about this new kind of transaction - what we call amarketspace transaction - is different from what happens in the marketplace.
[...]
Companies that don’t understand the marketspace will miss opportunities even as they build information-defined relationships with their customers.
[...]
For example, a newspaper is an aggregated collection of content (news, business, sports, weather, as well as other information), context (format, organization, logo, editorial style, and rhetorical tone), and infrastructure (printing plant and physical distribution system, including trucks, door-to-door delivery, as well as newsstand sales). In order to create value for consumers, publishers must aggregate all content, context, and infrastructure activities into a single value proposition.
[...]
In the marketspace, however, content, context, and infrastructure can be disaggregated to create new ways of adding value, lowering costs, forging relationships with nontraditional partners, and rethinking “ownership” issues. In the new arena of the marketspace, content, context, and infrastructure are easily separated. Information technology adds or alters content, changes the context of the interaction, and enables the delivery of varied content and a variety of contexts over different infrastructures."
Woher diese Zitate stammen? Ganz einfach, aus einem Artikel aus der Harvard Business Review von 1994.

Weitere Beiträge zum Thema Zeitungen auf diesem Blog.  


15. November 2012

"Social media are just a tool" - Closing Event of the Program Swiss Academia and the Social Media Landscape

Christian Simm opens the closing event
On Novermber 13th the closing event of program Swiss Academia and the Social Media Landscape took place at the University of Basel (see some photos on facebook and flickr).

It was not only interesting and inspiring to follow the presentations but to meet many of the program participants again as well.

The rector of the University of Basel, Antonio Loprieno, stressed the role of digital media in academia and compared its disruptive potential with the invention of the printing press.

Christian Simm opened the event on behalf of SwissnexSF who has organized the program and said may be the most important message of the day right at the beginning: "Social media are just a tool".

Matthias Lüfkens gave a very inspiring keynote talk on How Leaders Tweet. A dialogue opens new ways ways for diplomacy beyond the traditional channels as well he said and gave some examples - Lüfkens authored the respective study twiplomacy. He also confirmed that there is a cultural lag of using Twitter in German speaking countries.
In general, tweeting may have three different goals: broadcasting information, humanizing organizations and governments, and engaging followers.
See more about this talk by Marcel Bernet here and here.

During the following panel about the use of Social Media in Switzerland  Barnaby Skinner asked the panelist about the worst mistakes one can do in social media: hiring the wrong people, having no goals, being afraid, not following the idea of "keep it simple", no content strategy.
We also learned about how to start a social media project: "Don't ask for permission, just do it bottom up".

"Social media has the potential to be transformative to universities", this was one of the findings of Ian Hsu in his final presentation. Ian was the social media manager at Stanford University for more than five years, we met him during the Fall 2011 study tour at Stanford already. He also complemented Christian's statement from the opening: "Social media is not our goal" he said.
He also presented some interesting numbers: In Q IV/2011 Stanford counted 600'000 unique users per month on Facebook, but only 100'000 were organic, thus 500'000 viral. And he reported about a crowdsourcing activity among employees during the beginning of the financial crisis where ideas were sought to make Stanford more efficient - some of the ideas save several millions of dollars today he said.

During the report about the Swiss Academia and the Social Media Landscape program FHS St. Gallen's recently launched Facebook page was mentioned - thanks for that.

Julia Kuhn Mirza, Swissnex SF,  presents the
FHS St. Gallen Facebook page


See my post about the program's Fall 2011 study tour.


9. November 2012

Das 2. Internationale Horus Social BPM Lab am Standort St. Gallen

Nach 2011 haben wir heute mit dem Kurs Grundlagen des Geschäftsprozessmanagements GPMG an der FHS St. Gallen am 2. Internationalen Horus Social BPM Lab 2012 teilgenommen.

"Die Grundidee des Social BPM Labs ist, dass Mitglieder einer Business Community in einem Web 2.0-basierten sozialen Netzwerk kollaborieren, um Unternehmensziele, Strategien und Geschäftsprozesse miteinander zu definieren oder um ein gemeinsames Verständnis der Organisation zu erlangen. 
Dies ist in der Praxis oft schwierig, weshalb die Kollaboration in eine Web 2.0-basierte Laborumgebung verlagert wird." (Quelle)

Insgesamt haben knapp 170 Personen an neun Standorten in Deutschland, Russland und der Schweiz teilgenommen. Die Teilnehmer wurden 10 unterschiedlichen Prozessgruppen zugeordnet. 

Ablauf des 2. Intl. Social BPM Lab: 


Das Team der FHS St. Gallen hatte die Aufgabe die Prozesse Product Development & Marketing, Production und Procurement mit zu entwickeln. 

Innerhalb der Gruppen wurden den Teilnehmern verschiedene Rollen zugewiesen: Process Owner, Data Modelers, Domain Experts and Process Modelers. 

Zur Modellierung nutzen die Teilnehmer den Horus Business Modeler. Vor allem die Chatfunktion diente zum Austausch mit den Teams an den anderen Standorten. 

Die Teams an den Standorten hatten vorher noch nie miteinander zu tun, für einige war es auch der erste Kontakt mit dem Horus Business Modeler bzw. der Horus Methode. Und aufgrund der Zeitverschiebung mit Russland sowie der Mehrsprachigkeit war die anfängliche Abstimmung zwischen den Teams mit einigen zusätzlichen Herausforderungen verbunden.

Insgesamt wurden von allen Teams gemeinsam 118 Prozessmodelle im Lauf des Tages entwickelt.

Belohnt wurden alle Teilnehmer mit einem Teilnehmerzertifikat.

Pressemitteilung (ergänzt 16.1.2012)





21. Oktober 2012

"Digital gefordet" - Schulen und Hochschulen tun sich schwer im Umgang mit der IKT

Dass die modernen Mittel der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) unser tägliches Leben in weiten Teilen durchdrungen haben und kaum mehr wegzudenken sind, ist offensichtlich. Schaut man sich aber an Schulen und Hochschulen um, sind die IKT noch lange nicht im Mainstream angekommen, weder bei den Lernenden noch bei den Lehrenden - das kann ich nicht zuletzt aus eigener Erfahrung bestätigen.

Und immer hört man in diesem Zusammenhang das Argument, die Studierenden seien doch alle sowieso Digital Natives und seien deswegen quasi automatisch auch medienkompetent.

Dass man es sich mit der - naiven - Unterscheidung in Digital Natives und Digital Immigrants etwas zu einfach macht und auch die Realität nicht abbildet, kann man wissen, wenn man will - und wird von der Realität täglich bestätigt.

In der heutigen NZZ am Sonntag widmet sich die 15-seitige Beilage Bildung dem Thema  Digital gefordert:
"Die Informationstechnologien verändern die Welt im Eiltempo – die Schule hinkt hinterher. Warum sich Pädagogen oft schwer tun mit Computern. Und wie der Unterricht der Zukunft aussehen könnte."


7. Oktober 2012

Wie Social Media bei der Verbesserung eines Services helfen können - Das Beispiel CiteULike

Wieder einmal ein schönes Beispiel wie Social Media helfen können, einen Service zu verbessern, diesmal bei CiteULike:

Gestern entdeckte ich ein Buch, genauer ein eBook, das ich gerne in meine CiteULike Sammlung aufnehmen wollte. Aber mit dem CiteULike Bookmarklet klappte die Erfassung des Buches nicht; es kam eine interessante Fehlermeldung:

Fehlermeldung 6.10.2012, ca. 12:00

Diese Fehlermeldung habe ich auch via Twitter verbreitet.

Etwa sieben Stunden später kam eine Reaktion von @CiteULike mit der Bitte um Details; darauf habe ich umgehend geantwortet.

Und, siehe da, heute Sonntagmorgen, ca. 22 Stunden nach meinem ersten Tweet, kam die Vollzugsmeldung:


Und es funktioniert einwandfrei!

Das nenne ich einen perfekten Customer Service!
Die einfache und niederschwellige Möglichkeit von Twitter ermöglicht es auf ein Defizit hinzuweisen. Hier wurde der Hinweis vom Anbieter umgehend aufgenommen und bereinigt. Daran können sich andere Serviceanbieter ein Beispiel nehmen!

Hier der komplette Twitter Dialog: