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7. Oktober 2013

Bilderklau im Netz - eine weniger zufällige Stichprobe

Der Beitrag Bilderklau im Netz - eine zufällige Stichprobe vom 2. Okt. hat erfreulicherweise rege Aufmerksamkeit erhalten und einige Reaktionen ausgelöst.

Unter anderem erfuhr ich von der Website Plaghunter (@Plaghunter) - "Bilderklau in Minuten finden…".

Logo Plaghunter
Logo plaghunter.com
Plaghunter ist ein junges Startup von Marco Verch (@Wuestenigel): "Plaghunter ist ein Tool zur Bilderüberwachung und perfekt für Shopbetreiber, Fotografen und Rechtsanwälte geeignet." heisst es auf der Homepage. Ein kurzes Video erläutert die Funktionsweise. Über den Algorithmus von Plaghunter erfährt man leider nichts auf der Website.

Nach der ersten zufälligen Stichprobe habe ich nun mit Hilfe von Plaghunter eine systematischere Analyse durchgeführt.

Das System findet insgesamt 44 Webadressen*, auf denen das besagte Bild verwendet wird.

Screenshot plaghunter.com

Nochmals: Das Bild steht unter einer by-nc-sa Creative Commons Lizenz - Attribution, Noncommercial, Share Alike - zur Verfügung. Überrüft habe ich lediglich die BY Bedingung. Dabei geht es um die Namensnennung des Urhebers: "You must attribute the work in the manner specified by the author or licensor (but not in any way that suggests that they endorse you or your use of the work)" - hier der rechtsverbindliche Text.

Die Noncommercial - Bedingung ist durchaus umstritten und soll hier auch nicht weiter untersucht werden. Auch die Share Alike - Bedingung wird nicht weiter untersucht.

Plaghunter listet die gefundenen Webadressen in einer Tabelle auf.

Screenshot plaghunter.com

Von den 44 gelisteten Adressen war eine nicht erreichbar, bei zwei Adressen war das Bild nicht (mehr?) auffindbar.

Und das Ergebnis?
Bei 63% (26) der verbliebenen 41 Webadressen war ein Hinweis auf die Urheberschaft grundsätzlich vorhanden, bei 37% (15) war dagegen keinerlei Hinweis auf den Urheber des Bildes zu finden.



Die Nennung der Urheberschaft erfolgt allerdings recht unterschiedlich auf den 26 Websites:

  • 27% (7) aller Websites erwähnen die Urheberschaft lediglich als plain Text, d.h. ohne Verlinkung. 
  • 54% (14) erwähnen den Urheber und verlinken zusätzlich auf die Originalquelle.
    Dabei erfolgt die Nennung der Quelle entweder direkt unter dem Bild oder am Ende des Beitrages. 
  • 19% (5) der Webadressen erwähnen zwar den Urheber nicht namentlich, verlinken aber das Bild direkt auf die Originalquelle. 


Fazit:

  • Immerhin auf mehr als einem Drittel der Websites (37%), die das Bild verwenden, gibt es keinerlei Hinweise auf den Urheber bzw. die Originalquelle. 
  • Und lediglich ein Drittel (34%, (14)) aller identifizierten Webadressen, die das Bild verwenden, geben die Urheberschaft an und verlinken auf die Oiginalquelle - so wie man es sich als Urheber z.B. eines Photos eigentlich wünschen würde. 

* ergänzt 8.10.2013:

Der Plaghunter Image Report von heute, 8.10.2013, zeigt "103 results found", also mehr als doppelt so viele wie noch vor vier Tagen, als es erst 44 waren ...

Screenshot plaghunter.com





2. Oktober 2013

Bilderklau im Netz - eine zufällige Stichprobe

Das Versuchsobjekt
Heute wurde mein Chrome Browser auf die Version 30 aktualisiert, wie immer eingentlich unbemerkt.

Durch verschiedene Online News wurde ich auf ein neues Feature aufmerksam: "Easier searching by image".

Gleich Mal ausprobieren..., dachte ich mir.

Als Versuchsobjekt benutze ich ein Photo auf Flickr, das das mit Abstand am meisten angeklickte Photo von mir ist. Es entstand übrigens auf der re:publica 2011. Eigentlich war es ein zufälliger Schnappschuss.

Es geht ganz einfach: Mauszeiger auf das entsprechende Bild, rechte Maustaste, und "In Google nach diesem Bild suchen" klicken. Ja, man konnte auch schon bisher nach Bildern suchen, via Google Bildersuche oder mit speziellen Programmen, aber so einfach wie jetzt war es noch nie.

Und siehe da: Die Rückwärtssuche nach Bilder brachte auf Anhieb knapp 500 Treffer für dieses eine Bild!

Eigentlich ja mehr als erfreulich, wenn das eigene Photo verwendet wird, was ich ausdrücklich erlaube mit einer by-nc-sa Creative Commons Lizenz. AttributionNoncommercial, Share Alike - das sind die Bedingungen.

Nein ich werde nicht alle Treffer kontrollieren, aber einige Stichproben habe ich gemacht: Und gleich entdeckte ich u.a. kommerzielle Medien Websites, die mein Bild nutzen, aber ohne jegliche Referenzierung, also weder eine Attribution noch Beachtung von Noncommercial.

Und itnews schreibt auch noch ganz frech unter die Meldung "Copyright © iTnews.com.au . All rights reserved."

Screenshot itnews Website 2. Okt. 2013, 19:00
(http://www.itnews.com.au/News/347544,australian-internet-traffic-to-grow-fivefold-by-2016.aspx)
Oder der Radiosender 720 ABC Perth

Screenshot 720 ABC Perth 2. Okt. 2013, 19:00
(http://blogs.abc.net.au/wa/2013/05/the-best-bits-of-the-internet-brought-to-us-by-jess-mcguire.html)

Nicht viel besser bei The Atlantic Wire:

Screeshot The Atlantic Wire 2. Okt. 2013, 19:15
(http://www.theatlanticwire.com/technology/2013/03/dns-attacks-explained/63602/)

Unten rechts unter dem Bild liesst man ganz klein "flickr", aber ohne Verlinkung - eine sehr professionelle Referenzierung fremder Inhalte eines kommerziellen Magazins ...

Und selbst T-Mobile UK klaut ungeniert, selbstverständlich mit Copyright Vermerk auf der Seite:

Screenshot T-Mobile UK 2. Okt. 2013, 19:15
(http://store-t-mobile.co.uk/truly-unlimited-internet.html?ref=news_link)

Wie es richtig geht mit der Referenzierung, zeigt Wired, auch wenn streng genommen die Bedingung NonCommercial die Verwendung nicht erlaubt ...

Screenshot Wired 2. kt. 2013, 19:45
(http://www.wired.com/opinion/2012/12/hey-dont-forget-about-internet-access-in-the-u-s)

Ach ja, auffällig ist, dass vor allem andere Blogger das Photo korrekt referenzieren, wenn auch längst nicht alle.

Und jetzt genug davon.


Update 8.Okt. 2013, 07:00: 
Bilderklau im Netz - eine weniger zufällige Stichprobe



25. Februar 2011

Causa Guttenberg - es gibt nur Verlierer

Zum Wochenausklang habe ich mich entschlossen - auch wenn schon vieles von so vielen gesagt wurde - meine Gedanken - eben meine two cents -  zur Causa Guttenberg, die mir durch den Kopf gehen, subjektiv und als Nicht-Jurist, aber als jemand, der seit fast 20 Jahren im internationalen Wissenschaftsbetrieb tätig ist, aufzuschreiben.

Zwei Aspekte beschäftigen mich dabei: 1. Die politische (Un-) Kultur und 2. die Rolle der Gutachter bzw. der Uni Bayreuth.

In meinem Beitrag vom 17. Feb. hatte ich die leise Hoffnung, dass nun endlich eine sachliche Diskussion in der breiten Öffentlichkeit über Themen wie den Diebstahl geistigen Eigentums und dem Urheberrecht im digitalen Zeitalter stattfindet. Weit gefehlt (... wie insgeheim befürchtet).

17. Februar 2011

Plagiate - weder ein Kavaliersdelikt noch nur ein Problem der Wissenschaft

Etwas Gutes hat die Diskussion um den Plagiatsverdacht beim deutschen Minister zu Guttenberg schon jetzt, unabhängig vom Ausgang: Das Thema plagiieren und Plagiate ist plötzlich in der breiten Öffentlichkeit! Und das ist auch gut so! Denn es ist ein gesellschaftliches Thema! 
Auf wie vielen Websites finden sich beispielsweise Texte oder Bilder, die man irgendwo im Netz gefunden hat, ohne dass man sich um eine korrekte und faire Quellennennung bzw. Verlinkung kümmert?

Bisher haben es kaum Plagiatsfälle in die breite (Medien-) Öffentlichkeit geschafft. Und der breiten Öffentlichkeit war wohl bis vor ein paar Tagen die Begriffe Plagiat bzw. plagiieren kaum wirklich geläufig. 


In der Wirklichkeit der Hochschulen und der Wissenschaft beschäftigt uns dieses Thema schon lange wie z.B. auch die Tagung „Wissensklau, Unvermögen oder Paradigmenwechsel?“ im September 2009 in Chur gezeigt hat. (vgl. ausführliche Dokumentation in diesem Blog)

2. Dezember 2010

So genau nehmen es Politiker mit der korrekten Verwendung von Rechten im Web - Wahlkampf 1.0 bei den stgaller Regierungswahlen 2010

Am vergangenen Sonntag wurde im Kanton St. Gallen ein neues Regierungsmitglied gewählt, und seit Sonntagnachmittag steht fest, dass Beni Würth, CVP, gewonnen hat und somit Regierungsrat wird.

In meinen Beiträgen hier und hier habe ich den Online-Wahlkampf der beiden Kandidaten beobachtet - und heute Abend aus Neugier nochmals nachgeschaut.

Es fällt auf, der der SVP Kandidat Huser weder Webseite noch Facebook-Seite seit graumer Zeit aktualisiert hat.

So findet man heute, vier Tage nach eindeutigem Ausgang der Wahl, auf Facebook immer noch den Hinweis, dass Huser "Derzeit Kandidat für Amt: Regierungsrat Kanton St. Gallen" ist. Einfach vergessen? oder Wunschdenken?

28. März 2009

Plagiate - traurige Wirklichkeit


... so lautet der Titel unserer Tagung in der Konferenzreihe Lernende Bibliothek im September 2009 in Chur.

Über Plagiate in der Wissenschaft liest man (leider) immer wieder, das Thema beschäftigt zunehmend Lehrende, Forschende, Studierende, Rektorate, Prüfungsämter, Wissenschaftsorganisationen, u.a.


  • Was ist eigentlich das Problem?
  • Wer trägt die Verantwortung?
  • Wie kann man das Problem behandeln?
  • Und welche Rolle spielen Bibliotheken?

Das sind die Fragestellungen der Konferenz Lernenden Bibliothek 2009 im September 2009 in Chur.


Dass Plagiate (fast) alltäglich sind, musste ich selbst kürzlich erleben. Was ist geschehen?


Ein Autorenpaar hat ein Paper zu einer internationalen, wissenschaftlichen Konferenz im Jahr 2009 eingereicht. Im Rahmen des Peer-Review-Verfahrens fiel es einem Reviewer auf, dass das Paper einem ihm bekannten Paper doch sehr ähnlich war. Er schrieb an den zuständigen Conference Chair:

"I had a look at this paper you sent me to review for Bled and it struck me as very familiar. I want to flag this paper with you as a case of (self)plagiarism or at least as a case of VERY incremental research. "
Nach einigen Recherchen wurde klar: Das gleiche Autorenpaar hatte ähnliche Paper bereits 2008 in einem Journal veröffentlicht und 2006 und 2007 je auf einer internationalen, wissenschaftlichen Konferenz publiziert. Die aktuelle Einreichung entpuppte sich nach einer genaueren Analyse in weiten Teilen als eine Kopie des 2008 veröffentlichten Journal Papers. Hatten die Autoren bei den vorherigen Versionen noch den Titel wesentlich anders formuliert, so haben sie sich für die aktuelle Einreichung hier fast keine Mühe mehr gegeben und den Titel nur marginal verändert, dazu weite Textpassagen wörtlich übernommen.

Nach kurzer Beratung der verantwortlichen Conference Chairs, zu denen ich gehöre, war klar: Ein eindeutiger Fall von Self Plagirarism.
Im Zweifel könnte man noch vermuten, dass die Autoren noch unerfahren sind und tatsächlich der Meinung waren, das nur leichteste Veränderungen einer veröffentlichten Version eine weitere Einreichung rechtfertigen würde. In diesem Fall hätten die Autoren aber sicherlich auf ihre vorherigen Arbeiten verwiesen, dies ist im vorliegenden Fall in keinem der vier Papers der Fall. Dazu kommt, dass beide Autoren erfahrene Wissenschaftler sind, einer ist bereits in Pension, einer von beiden war sogar viele Jahre als Dekan tätig - jugendliche Unerfahrenhit und der Druck des 'Publish or Perisch' scheidet demnach ebenfalls aus. Daraus lässt sich schliessen, dass das Selbstplagiat mit voller Absicht eingereicht wurde.

Warum tun die Autoren dies? Es ist kaum wirklich nachvollziehbar! Ist es Naivität, Eitelkeit? Oder eher einfach Dummheit?

Und die konkrete Konsequenz? In diesem Fall wurde entschieden das Paper abzulehnen mit dem deutlichen Hinweis an die beiden Autoren auf die grosse Ähnlichkeit zu drei weiteren Papieren dieser beiden Autoren. Die Namen sind nur wenigen mit dem Peer-Review-Verfahren befassten Personen bekannt.

Ist das die richtige Reaktion? Oder hätte man ein Exempel statuieren sollen und die Autoren blossstellen? Eine schwierige Entscheidung ...



Im Wissen, dass Plagiate (leider) vorkommen, setzen heute wissenschaftliche Zeitschriften und Konferenzen zum Teil bereits auf die flächendeckende Überprüfung eingereichter Beiträge auf Plagiat. Entsprechende Review Syteme verfügen über entsprechende Funktionen. Ist das in Ordnung, dass man alle Autoren unter Generalverdacht stellt? Basiert das Peer Review nicht vor allem auch auf Vertrauen?
Oder war das Gestern?

Plagiate sind nicht ein Phänomen des Internet, aber ganz sicher erleichtert es die verschiedenen Formen des Plagiierens. Allerdings hilft das Internet auch dabei, Plagiate aufzuspüren, wie auch in diesem konkreten Fall.

Weitere Informationen zum Thema findet man z.B. im Portal Plagiat.

25. März 2009

Open Access Debatte - endlich eine sachliche Debatte?

Die Debatten rund um Open Access werden immer heftiger, sind häufig polemisch, unsachlich und kaum differenzierend.

In einem erfreulich sachlichen Beitrag hat Matthias Spielkamp, Publizist und Projektleiter bei iRights.info - Urheberrecht in der digitalen Welt, ein Essay mit dem Titel "Open Excess: Der Heidelberger Appell" bei perlentaucher.de veröffentlicht. Dabei setzt er sich mit den verschiedenen Beiträgen in dieser Debatte kritisch und sachlich asueinander.


Nachdem insbesondere die DFG - Deutsche Forschungsgemeinschaft - massiv angegriffen wurde, haben zehn deutsche Wissenschaftsorganisationen mit einer gemeinsamen Erklärung vom 25. März 2009 Stellung bezogen: "Open Access und Urheberrecht: Kein Eingriff in die Publikationsfreiheit".

Es bleibt zu hoffen, dass die Diskussion auf der sachlichen Ebene bleibt.


Bildquelle: Gideo Burton/flickr.com



24. Februar 2009

Die Open Access Debatte zwischen Polemik und Sachlichkeit

Über die Diskussion rund um Open Access habe ich in diesem Blog schon verschiedentlich berichtet (vgl. Einträge mit dem Tag 'Open Access').

Bei FAZ.NET fand kürzlich hierzu ein weiterer Schlagabtausch statt.
Am 11. Feb. 2009 wurde zunächst der Beitrag von
Roland Reuß, Professor für Germanistik in Heidelberg, veröffentlicht: "Forschungspublikationen: Eine heimliche technokratische Machtergreifung" (Artikel nicht mehr Online verfügbar). Die markige Überschrift bestimmt den Tenor des Beitrags. Der Autor lässt kein gutes Haar an Open Access, Wissenschaftsrat, DFG und die Kultusministerkonferenz in Deutschland. Auch die Praxis an der Universität Konstanz und die Universität Zürich mit den Open Access Repository ZORA wird in die pauschalierende Kritik einbezogen. Die Sprache ist deutlich - und kaum einer objektiven Diskussion dienend: Er spricht von "ideologischen Forderungen der Open-Access-Aktivisten" oder von einem "staatsmonopolistischen Verwertungskreislauf", den die DFG in Gang bringen will. Im Fall ZORA der Uni Zürich ist die Rede von einer "autoritären Diktion, die an einen Gestellungsbefehl gemahnt".

Recht hat Reu
ß mit der Mahnung, Open Access nicht unkritisch einfach so zu akzeptieren und anzuwenden:
"Was für die Einführung einer gentechnischen Pflanze in freiem Feld Standard ist, muss erst recht für so etwas wie Open Access und seine Nebenwirkungen gelten."
Mit dem gleich anschliessenden Satz hat er zwar inhaltlich durchaus recht, aber die Wortwahl scheint kaum akzeptabel und macht den Autor damit auch gleichzeitig unglaubwürdig:
"Dabei muss scharf zwischen Tatsachen und Propagandaphrasen (Globalisierungsdruckgeschwätz) unterschieden werden."
Eine ausführliche Diskussion des FAZ.NET Beitrags findet man z.B. im Blog Wissenschaftsurheberrecht im Beitrag "Open Access 'unsittlich und verwerflich'?" oder im Blog PHILOBAR.

Eine indirekte Replik auf den Beitrag von
Reuß erschien an gleicher Stelle am 18. Feb. 2009 von Gudrun Gersmann: "Wer hat Angst vor Open Access?" Die Autorin ist Direktorin des Deutschen Historischen Instituts in Paris und Vorsitzende des Unterausschusses „Elektronische Publikationen“ der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

"Statt auf Polemik mit Gegenpolemik zu antworten, sei hier zu einer kurzen und nüchternen Bestandsaufnahme eingeladen. Was bedeutet Open Access in der Praxis?"
Gersmann berichtet also über die Open Access Praxis des im Jahre 1958 gegründeten Deutschen Historischen Institut in Paris. Sie zeigt die konkrete Praxis des Umgangs mit Open Access in einer konkreten geisteswissenschaftlichen Institution auf und macht deutlich, warum Open Acess in diesem Kontext sinnvoll und richtig ist. Ihre Aussagen werden in vier zentralen Beobachtungen zusammengefasst.
"Erstens ist die Nachfrage der Wissenschaftler selbst nach Open Access inzwischen groß und drängend. [...] Open Access Publizieren ist zweitens qualitätsbewusstes Publizieren. [...] Drittens: Als die von den Kritikern an die Wand gemalte Enteignung empfinden unsere Autoren den freien Zugang zu ihren Werken wahrlich nicht. [...] Zu guter Letzt begreifen wir die Open-Access-Politik unseres Instituts als einen wichtigen Beitrag zur Internationalisierung und Demokratisierung der Geisteswissenschaften."
Am Ende kommt die Autorin zum Schluss:

"Mir scheint, Open Access bedeutet keine Gefahr für das Abendland, im Gegenteil."
Es bleibt natürlich dem Leser überlassen, welchen der beiden Beiträge er als hilfreich für die eigene Arbeit bewertet.