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26. Juli 2013

Publikation: Die Net Generation als Leitbild der modernen Informationsgesellschaft - zwischen Mythos und Wirklichkeit

Nachdem ich im letzten Jahr bei der Jahrestagung der SVJ/SSDPM (Schweizerische Vereinigung für Jugendstrafrechtspflege) im September einen Vortrag zum Thema "Die Net Generation als Leitbild der modernen Informationsgesellschaft - zwischen Mythos und Wirklichkeit", ist nun die schriftliche (Kurz-) Fassung im Sammelband zur Tagung in gedruckter Form erschienen:

Die Net Generation als Leitbild der modernen Informationsgesellschaft - zwischen Mythos und Wirklichkeit.

Erschienen in:
Schweizerische Vereinigung für Jugendstrafrechtspflege SVJ (Hrsg.): Kommunikation ohne Grenzen - Begrenzte Information, Zürich, 2013, S. 5-16.

Der Tagungsband ist beim SVJ erhältlich. 

Das Inhaltsverzeichnis des Bandes:






21. Oktober 2012

"Digital gefordet" - Schulen und Hochschulen tun sich schwer im Umgang mit der IKT

Dass die modernen Mittel der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) unser tägliches Leben in weiten Teilen durchdrungen haben und kaum mehr wegzudenken sind, ist offensichtlich. Schaut man sich aber an Schulen und Hochschulen um, sind die IKT noch lange nicht im Mainstream angekommen, weder bei den Lernenden noch bei den Lehrenden - das kann ich nicht zuletzt aus eigener Erfahrung bestätigen.

Und immer hört man in diesem Zusammenhang das Argument, die Studierenden seien doch alle sowieso Digital Natives und seien deswegen quasi automatisch auch medienkompetent.

Dass man es sich mit der - naiven - Unterscheidung in Digital Natives und Digital Immigrants etwas zu einfach macht und auch die Realität nicht abbildet, kann man wissen, wenn man will - und wird von der Realität täglich bestätigt.

In der heutigen NZZ am Sonntag widmet sich die 15-seitige Beilage Bildung dem Thema  Digital gefordert:
"Die Informationstechnologien verändern die Welt im Eiltempo – die Schule hinkt hinterher. Warum sich Pädagogen oft schwer tun mit Computern. Und wie der Unterricht der Zukunft aussehen könnte."


18. April 2012

Wissen was die Wikipedia kann und ist - ein Beispiel

Immer wieder wird darüber diskutiert, ob die Wikipedia als wissenschaftliche Quelle erlaubt ist, zuletzt z.B. im Artikel in Wissenschaftler fassen Vertrauen in die Wikipedia bei ZEIT Online. Meine eigene Sicht habe ich vor längerer Zeit hier formuliert.
Und immer wieder bin ich erstaunt, wie wenig die Digital Natives darüber wissen, wie die Wikipedia eigentlich funktioniert.

Dazu ein anschauliches Beispiel aus den vergangenen Tagen:
Kürzlich wurde ich auf diese Einladung zur Blogparade "Social Media für die Bürgergesellschaft" aufmerksam. Ich weiss in etwa, was eine Blogparade ist, wollte den Begriff aber gerne nochmal nachschauen.

24. September 2011

Millenials und die Social Media Nutzung - eine Momentaufnahme

Im laufenden Herbstsemester betreue ich wie schon 2009 die Lehrveranstaltung "Informationsgesellschaft, -ethik und -politik" (IGEP) im Bachelorstudiengang Informationswissenschaft an der HTW Chur im Rahmen eines Lehrauftrags. Die Studierenden im 3. Semester sind vom Alter her sog. Millenials, d.h. nach 1980 geboren.
Immer wieder gehen wir davon aus, dass diese Generation ebenso wie schon die Digital Natives ganz selbstverständlich mit den neuen bzw. sozialen Medien umgehen, da sie bereits mit ihnen aufgewachsen sind. Persönlich habe ich schon seit geraumer Zeit meine Zweifel an dieser Annahme. Zuletzt wurde dies mir auch deutlich im Rahmen der Sonderschau Lernen im digitalen Zeitalter der FHS St. Gallen an der oba in St. Gallen.

25. August 2010

Wie die Generation Y Organisationen durch ihr Verhalten effizienter macht

In dem Beitrag Wie lebt die Generation Y? haben wir über das veränderte Wertesystem der Generation Y berichtet. Immer wieder hört und liesst man, das die Millenials, Xers, Digital NativesGeneration Y oder M2, auch im Berufsleben anders ticken und ein Enterprise 2.0 nicht nur ermöglicht, sondern auch erfordert.

Im Rahmen des Pew Internet and American Life Project wurde in einer Studie nun festgestellt, dass diese Generation ihre Angewohnheiten, Informationen jeder Art zu sharen ein Leben lang beibehalten werden: Millennials will make online sharing in networks a lifelong habit
Befragt wurden hier übrigens Technologieexperten und nicht die Vertreter der Generation selbst. 



22. Juli 2010

Wie lebt die Generation Y? Eine Studie von Saatchi & Saatchi

Millenials, Xers, Digital Natives, Generation Y oder M2 - was haben wir nicht alles an Bezeichnungen für die heranwachsende Generation.

Es soll zum Ausdruck gebracht werden, dass eine Generation von jungen Menschen heranwächst, die mehr oder weniger in das digitale Zeitalter hineingeboren wurde und mit den digitalen Gadgets und dem Internet aufgewachsen ist.

Die Abgrenzungen dieser Generationen sind oft statisch, ziehen Grenzen z.B. anhand von Geburtsjahrgängen und schreiben dann eher pauschal den Vertretern dieser jeweiligen Generation bestimmte Eigenschaften zu.

Dass dies in der realen (Arbeits-) Welt längst nicht so statisch und kategorisch daherkommt, wird jeder, der mit jungen Menschen zu tun hat, bestätigen können!

20. Januar 2010

Medienkonsum der Generation M2

Die Kaiser Family Foundation haht heute eine Studie zum Medienkosum der 8- bis 18-jährigen in den USA veröffentlicht: "Generation M2: Media in the Lives of 8- to 18-Year-Olds". Der Internet Kritiker Andrew Keen kommentierte dazu via Twitter:
"if this report about kids' media habits doesn't disturb you, then you don't have kids".
Worüber ist Keen so entsetzt? Gemäss der Studie ist der Medienkonsum der 8- bis 18-jährigen Kinder und Teens in den USA markant angestiegten seit der letzten Untersuchung 2004. So verbringen sie im Durchschnitt knapp acht Stunden (7:38) mit elektronischen Medien, konsumieren aber Inhalte im Umfang von knapp elft Stunden (10:45) durch Mehrfachnutzung verschiedener Medien. Die NYT titelt dazu heute:
"If Your Kids Are Awake, They’re Probably Online".
Die representative Studie wurde nach 1999 und 2004 2009 zum dritten Mal durchgeführt.

Der Anstieg des Medienkonsums wird gemäss der Studie vor allem durch den Gebrauch mobiler Endgeräte getrieben. Die mobilen Alleskänner werden im Durchscnitt 33 Minuten täglich zum telefonieren genutzt , aber 49 Minuten für anderes wie Musik hören, spielen oder TV. Wer Beschränkungen des medienkonsums durch die Eltern auferlegt bekommt, konsumiert deutlich weniger als diejenigen ohne Beschränkungen. Je nach Medium geben aber nur ca. ein Drittel an, überhaupt Einschränkungen in der Nutzung zu haben. Kinder mit Beschränkungen seitens der Eltern nutzen Medien im Schnitt fast drei Stunden (2:52) weniger als solche ohne jegliche Einschränkungen. Inwieweit der Medienkonsum die schulischen Leistungen beeinflusst, lässt die Studie letztendlich offen.

Ein weiterer Grund für die Zunahme wird in den Aktivitäten in Social Networks zugeschrieben.

Weitere Ergebnisse sind der ausführlichen Pressemitteilung oder der Präsentation der Studie zu entnehmen. Der vollständige Bericht (85 Seiten) ist ebenfalls Online erhältlich. In einem Video werden drei Profile der Generation M2 vorgestellt. 

Bildquelle: flickr.com/ Marco Gomes

8. Januar 2009

Deloitte-Studie zur Mediennutzung „The State of Media Democracy“

Am 7. Jan. 2009 publizierte Deloitte Ergebnisse der repräsentativen Studie "The State of Media Democracy". In fünf Ländern - Brasilien, Japan, USA, England und Deutschalnd - wurden 8'800 Verbraucher zum Mediennutzungsverhalten befragt (Pressemitteilung). Aus jedem der fünf Länder werden Stärken und Schwäschen berichtet. Die Deutschen werden hier als 'zurückhaltend' und 'reserviert' beschrieben, "Faktoren wie „Faszination“ und „Lifestyle“ spielten für sie im Zusammenhang mit Technologie kaum eine Rolle", "Insgesamt besteht somit noch ein erhebliches Potenzial für den Ausbau von „Multimedia“ in Deutschland." Für mediale Aktivitäten verwenden die Deutschen am wenigsten Zeit im Vergleich der Länder (63Std./Woche), in Brasilien die meiste Zeit; die Deutschen informieren sich tendenziell libeer eher klassisch, insbesondere die Älteren vorwiegend durch klassiche Medien. Die Jungen setzen aber auf eigenen Content und nutrzen das Internet als soziales Medium. Obwohl sich die ältere Generation als eher "online-abstinent" beschrieben wird, wird an anderer Stelle hervorgehoben: "In Deutschland gehört die Bevölkerung mit einem Durchschnittsalter von 44 Jahren wie auch in Japan zu den ältesten weltweit – davon sind hierzulande 64 Prozent online." Klar festgehalten wird aber auch, dass die Deutschen keinesfalls technikfeindlich sind: "Zwar lesen sie im Vergleich mehr Bücher, hören konventionelles Radio und sehen „normales“ TV. Jedoch nutzt mehr als die Hälfte ihren Computer häufiger zur eigenen Unterhaltung als den Fernseher, über ein Viertel verwendet das Mobiltelefon als Entertainment-Plattform."

Interessant ist die Aufteilung in Altergruppen im deutschen Teil der Studie: "Millenials", das sind die 14 bis 25-jährigen, "Xers", das sind die 26 bis 42-jäjhrigen, und der Rest gehört dann wohl zum alten Eisen, zu den "Older Adults", von 43 bis 75 Jahre, wie der Pressemitteilung der Studie zu entnehmen ist. Vielen Dank Deloitte! Wo kann ich meine Rente beantragen? ;-)

6. Dezember 2008

Net Geners - Millennials - Digital Natives


Die (Net-) Generation, die irgendwann nach 1980 geboren wurde, beschäftigt diejenige Generation, die deren Mütter und Väter, Lehrer und Lehrerinnen, Ausbilder und Ausbilderinnen, sind, also die Digital Immigrants, offensichtlich immer stärker. Offensichtlich scheint der Bedarf wissen zu wollen, was diese Generation beschäftigt, wie sie 'tickt', sehr gross zu sein.
In jüngtster Zeit sind - nebne vielen anderen - die folgenden drei Bücher erschienen, die sich mit dieser Generation der nach 1980 Geborenen auseinandersetzt. Die drei Autoren haben entsprechend auch drei verschiedenen begriffe entwickelt.

John Palfrey und Urs Gasser, beide Rechtsprofessoren, der eine in den USA, der andere in der Schweiz, haben Ende August das Buch "Born Digital: Understanding the First Generation of Digital Natives" veröffentlicht, das inzwischen auch auf Deutsch verfügbar ist: "Generation Internet. Die Digital Natives: Wie sie leben - Was sie denken - Wie sie arbeiten". In 13 Kapitelen werden Themen von Identitäten über Privatspähre und Sicherheit bis Overload, Agession und Lernen behandelt. Das Buch basiert dabei vor allem auf Erkenntnissen aus ca. 250 Interviews.
Die zugehörige Website http://www.digitalnative.org stellt vielfältige Informationen und Links zum Buch bzw. den Digital Natives zur Verfügung, von Podcasts bis hin zu diversen Links, z.B. zur entsprechenen Facebook Gruppe oder zu Videos auf YouTube.

Seit wenigen Wochen auf dem Markt ist das Buch "Grown Up Digital: How the Net Generation is Changing Your World" von Don Tapscott. Die BusinessWeek hat hierzu in der Ausgabe vom 8.12.2008 eine aktuelle Besprechung publiziert: "The Influence of the Net Generation". Tapscott nennt die Vertreter der Net Generation 'Net Geners' und hat für das Buch Daten aus mehr als 10'000 Interviews mit Net Geners verarbeitet.
Der Autor hat sich schon früher mit dieser Thematik beschäftigt: Bereits 1998 erschien sein Buch 'Growing Up Digital: The Rise of the Net Generation'.

Ebenfalls seit wenigen Wochen auf dem Markt ist das Werk "" von Ron Alsop.

Der Blogbeitrag "Is this the future? Don't bet on it." werden die Bücher von Alsop und Tapscott kritisch besprochen.

Etwas grundsätzlichere Diskussionen zu Digital Natives und Digital Immigrants findet man z.B. hier von Marc Prensky (2001) oder hier von Timothy VanSlyke (2003).

Bevor wir als Digital Immigrants also voreilig den Schluss ziehen, dass das Internet bzw. das 'Web 2.0' dumm macht ('Macht Web 2.0 dumm?' Handelsblatt, 10.11.2008) ist es sicher ratsam, sich intensiv mit den Digital Natives, den Net Geners, den Millennials auseinander zu setzen.


Zumindest das Buch von Palfrey und Gasser liegt bei mir schon bereit zum Lesen, vielleicht schaffe ich es ja über den Jahreswechsel.