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28. März 2017

Gedruckte Stellenanzeigen - Tempi Passati

Gedruckte Stellenanzeigen - Tempi Passati
Zum Thema der Zeitungskrise ist es in letzter Zeit eher ruhig geworden. Verleger und Verlage haben sich mit der Auflösung des klassischen Geschäftsmodell der Zeitung - notabene der Disaggregation von Content, Context und Infrastruktur* - längst abgefunden. Sie sind auf der Suche nach neuen, Online-basierten Geschäftsmodellen. Das Auffangen der dahin schmelzenden Erlöse aus dem Anzeigen- und Abo-Geschäft ist hierbei eine zentrale Zielsetzung.

Wie bereits Ende 2010 auf diesem Blog berichtet, zeigt sich die die Auflösung des alten Geschäftsmodells der Zeitung besonders deutlich bei den Stellenanzeigen. Heute ist es eine Selbstverständlichkeit auf entsprechenden Onlineportalen nach Stellenanzeigen zu suchen. Da verwundert es eigentlich, dass auch im März 2017 immer noch gedruckte Stellenanzeigen erscheinen.

Wie bereits früher festgestellt, setzen vor allem öffentliche Institutionen weit überdurchschnittlich auf Printanzeigen. Nachdem ich seit Dezember 2010 immer wieder die Stellenanzeigen der NZZ am Samstag genauer angeschaut habe, habe ich dies am letzten Samstag wieder einmal getan:

Der Bund NZZexecutive besteht am 25.3.2017 aus noch 6 Seiten - 12 waren es noch im Dez. 2010 - aber nur auf 3 Seiten sind tatsächlich Stellenanzeigen zu finden, insgesamt gerade einmal 11 Anzeigen, ca. 50 waren es im Dezember 2010. Das entspricht einen Rückgang von etwa 80%! Drei Stellenanzeigen sind von privatwirtschaftlichen Unternehmen, die restlichen von im weitesten Sinne öffentlichen Institutionen, das sind immerhin 8 von 11 oder 73%; im Dezember 2010 waren es knapp über 50%. 5 Stellenanzeigen sind von Hochschulen. Tatsächlich setzten also öffentliche Institutionen nach wie vor auf die gedruckten Stellenanzeigen, auch wenn die absoluten Zahlen inzwischen verschwidend gering sind.

* „In the marketspace … content, context, and infrastructure can be disaggregated to create new ways of adding value, lowering costs, forging relationships with nontraditional partners and rethinking ‚ownership‘ issues.“ [Rayport/Sviokla 1994]
‘A New Framework for Managing in the Marketspace’
[Rayport/Sviokla 1994]



Weitere Beiträge zu den Stichworten Zeitungskrise und Zeitungen in diesem Blog


Bildquelle: flickr.com/katherine.a (CC Lizenz)


18. Dezember 2010

Nachtrag - Öffentliche Institutionen setzen offensichtlich überdurchschnittlich auf Printanzeigen bei der Suche nach neuen Mitarbeitern

Gedruckte Stellenanzeigen - Tempi Passati
Nach dem grossen Interesse am Post Öffentliche Institutionen setzen offensichtlich überdurchschnittlich auf Printanzeigen bei der Suche nach neuen Mitarbeitern vom letzten Wochenende - incl. der Verlinkung bei 6 vor 9 - habe ich in der heutigen Ausgabe der NZZ nochmals die Anzeigen im Bund NZZ Executive gezählt. Dies, um auszuschliessen, dass es sich in der letzten Woche nicht um eine zufällige Häufung von Printanzeigen öffentlicher Institutionen gehandelt hat. 

Insgesamt enthält der Bund NZZ Excutive heute 55 gedruckte Stellenanzeigen, davon
  • 12 aus dem Bereich Lehre und Bildung
  • 2 aus dem Gesundheitsbereich
  • 1 aus den Bereichen Kirche und Kultur 
  • 7 von Institutionen des Bundes, der Kantone und der Gemeinden.
Das macht zusammen 22 Stellenanzeigen von Institutionen, die über Mittel von uns Bürgern, z.B. als Steuerzahler oder Prämienzahler, finanziert werden. Das sind somit 40% der gesamten Stellenanzeigen und ist damit in etwa auf dem gleichen Niveau wie vor einer Woche (54%).  

Bildquelle: flickr.com/katherine.a (CC Lizenz)

12. Dezember 2010

Öffentliche Institutionen setzen offensichtlich überdurchschnittlich auf Printanzeigen bei der Suche nach neuen Mitarbeitern

Gedruckte Stellenanzeigen - Tempi Passati
Es gab Zeiten, da passte die Samstagsausgabe der NZZ kaum in den Briefkasten. Dank des Bundes mit den Stellenanzeigen war die Zeitung am Samstag besonders umfangreich. Das gilt natürlich auch für andere Zeitungen. Tempi passati - schon lange!

In der gestrigen Printausgabe der NZZ umfasst der Bund mit den Stellenanzeigen NZZ Executive gerade einmal 12 Seiten.

Aber mir geht es hier nicht um die Erosion der Erlöse im Anzeigengeschäft von Zeitungen, nein. Und ich möchte hier nicht die Vor- und Nachteile von Online- und Print - Anzeigen diskutieren, das habe ich vor über 15 Jahren schon getan und hier ist eigentlich längst alles gesagt.

Die Inserenten beurteilen offensichtlich ensprechende Online-Plattformen als vorteilhafter gegenüber Print. Jeder, der einmal Mitarbeiter oder einen Job oder einen Mieter oder eine Wohnung gesucht hat, wird dies bestätigen können. Man müsste sich eigentlich fragen, warum es überhaupt noch gedruckte Stellenanzeigen gibt ...

Was mir schon seit einiger Zeit auffällt ist die Tatsache, dass (gefühlt) die Stellenanzeigen öffentlicher Institutionen weit überrepräsentiert sind. Ich habe mir einmal die 12 Seiten vorgenommen und ausgezählt: