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12. April 2012

The Use and Impact of Social Networking - Call for Papers for a Special Issue

It's my pleasure to post this Call for Papers for a Special Issue on The Use and Impact of Social Networking in the Journal of Theoretical and Applied Electronic Commerce Research (JTAER).

Together with my colleagues Frantisek Sudzina, Aarhus University, and Sherah Kurnia, University of Melbourne, I am a guest editor of the special issue.

The deadline for submissions is August 1, 2012.
The publication of the special issue is planned for April 2013.

For more information please refer to the Call for Papers or contact me directly.

Call for Papers (pdf)






6. September 2010

Social Networks und Hochschulen - Einsatzmöglichkeiten und Herausforderungen

Auf Einladung des Fachbereichs Management der HTW Chur habe ich heute die Gelegenheit gehabt, einige grundsätzliche Anwendungsmöglichkeiten von Social Media im Hochschulkontext vorzustellen und mit den Vertretern des Fachbereichs zu diskutieren. 


In meiner Präsentation ging es mir primär darum, grundsätzliche Anwendungsmöglichkeiten von Social Media an einer Hochschule, z.B. in der Lehre, aufzuzeigen und vor allem die weitere Diskussion anzustossen. Dabei habe ich vor allem auch persönliche Erfahrungen einfliessen lassen. Trotz dem Versuch einiger Definitionen war es nicht mein Ziel, das Thema wissenschaftlich zu betrachten. 



2. Juni 2010

Social Media goes Mainstream!

Christian Lüdi erläutert die Social
Media Aktivitäten der Swiss
Dass die digitalen Medien unser aller Leben in der einen oder andreren Art und Weise beeinflussen und gar prägen, bezweifelt wohl niemand mehr ernsthaft. Das Web, E-Mail, eCommerce und eBusiness sind feste Bestandteile in unseren Leben, beruflich wie privat.

Die seit 2005 als „Web 2.0“ bezeichneten Entwicklungen rund um das WWW haben Social Software und Social Media hervorgebracht. Die Skepsis gegenüber diesen Errungenschaften des sozialen Webs sind aber noch sehr verbreitet, insbesondere auch in der Unternehmenswelt. Noch allzu oft werden Verfechter der Social Media als Nerds oder Freaks gesehen.

Dass aber Social Media längst auch in der Welt der etablierten Unternehmen angekommen ist, zeigen vier aktuelle, zufällige Beispiele:

3. Februar 2010

2. Social Media Gipfel in Zürich

Das war er nun, der 2. Social Media Gipfel in Zürich, heute Morgen um 07:30. Und wie es eben kommen musste: Einer der Referenten hatte sich tatsächlich auf 19:30 eingestellt ...; zur Anfangszeit um 07:30 meinte mindestens ein Teilnehmer im Vorfeld, dass die Uhrzeit gegen die Genfer Menschenrechtskonvention verstösst …
Nun gut, es ging nach Kaffee und Gipfeli - gesponsert von local.ch - trotzdem fast pünktlich los, das NZZ Bistro (auf Gowalla, auf Foursquare) war voll besetzt.

12. Januar 2010

#smgzh - Der Gipfel der Schweizer Social Media Gemeinde

Kaum zu glauben, aber wahr: Die ca. 80 Plätze des zweiten Social Media Gipfels am 3. Februar 2010 um 07:30 (ja, am Morgen!) in Zürich waren bereits nach 1 Std. 23 Min. ausgebucht.
Heute um 18:41 erreichte uns der Tweet von @smgzh: "Ausgebucht". Auf der Website socialmediagipfel.ch lesen wir:




Und das, nachdem die Einladung zumindest meine Mailbox heute um 17:18 erreichte und zum gleichen Zeitpunkt die Einladung auch getwittert wurde.



Worum geht's hier eigentlich? Ganz offensichtlich hat die Social Media Community in der Schweiz nur darauf gewartet: Die beiden Initianten @phogenkamp und @marcelbernet hatten die Idee, eine Plattform zum lockeren Austausch zu Schweizer Social Media Themen zu schaffen, der Social Media Gipfel (SMGZH) war geboren. Bereits der erste SMGZH am 2. Dez. 2009 war nach wenigen Stunden ausgebucht.

Aber der SMGZH ist anders:
  • Er findet am Morgen statt, um zwar um 07:30, d.h. selbst für die Zürcher einigermassen frühes Aufstehen ...
  • Es ist ein Web 2.0 Event: Die Community organisiert sich (fast) selbst via Twitter, Web und E-Mail: Themen, Referenten, Sponsoren, Einladungen, Anmeldungen.

Für alle, die nicht live dabei sein können, gibts auch am 3. Feb. sicher wieder viele Live Tweets mit dem hashtag #smgzh. Für mich heisst es früh aufstehen ...

Bildquelle: flickr.com/Tom Purves

18. November 2009

Es zwitschert an der FHS St. Gallen - das FHS Forum eSociety

"Bildungsziel erreicht" könnte man resümieren nach dem FHS Forum eSociety 2009 am 18. Nov. 2009 in Rorschach. Zu Beginn gab Rektor Sebastian Wörwag nämlich die Losung aus: "Bildungsziel des Nachmittags: Wir wissen was ein Hashtag ist".

Das Forum - eine Veranstaltung für alle FHS Mitarbeitenden - beschäftigte sich inhaltlich mit neuen Formen der Kommunikation und insbesondere konkret mit Twitter. Schon im Vorfeld wurden die Mitarbeitenden aufgefordert ein Twitter-Account anzulegen und ein Note-/ Netbook oder PDA zum Event mitzubringen. 

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Unter dem Tag #fhs09 wurde fast um die Wette gewittert. Vielen Kolleginnen und Kollegen der FHS nutzten Twitter zum ersten Mal und übten fleissig. Und das mit solcher Faszination, dass der Tag #fhs09 zwischenzeitlich der viertmeiste getwitterte Tag aller deutschsprachigen Tweets war! Glückwunsch an alle FHS Twitterer! 

Eröffnet wurde das FHS Forum mit einem Crashkurs zur Nutzung zu Twitter von @raumsinn (Dani Fels).

Es folgte der Vortrag von @centrestage (Martina Göhrig, centrestage): "Lernen zwischen Bildungsinstitution und Twitterwolke".(Vortragsfolien auf Slideshare (link ergänzt 23.11.09))
Sie benutztze ein wie ich finde sehr treffendes Bild, um das Wesen von Twitter zu erklären: 'Geschnattert' wird es überall, im Zug, auf dem Markt, auf der Strasse, im Restaurant, überall - und wenn wir uns mit jemanden unterhalten, kann unsere Umgebung zuhören, oder es bleiben lassen, uns ignorieren oder gestört fühlen. Und so ist es auch bei Twitter, nur dass wir in der Onlinewelt unserer globalen Umwelt zuhören können, oder eben nicht. 

@centrestage machte deutlich, wie die neuen Formen der Kommunikation, z.B. durch Twitter, unser Arbeitsleben, das gesellschaftliche Leben und eben auch das Lernen und Lehren verändert. Anschauliche Beispiele waren u.a. das Buch The World ist Flat und das Phänomen des Long Tail, Im Bereich des Lernens und Lehrens kritisierte sie klar die immer noch vorherrschenden Konzepte des learning 1.0 und postulierte, dass in Zukunft User Generated Content zentraler Bestandteil des Lernens sein werde und kollaborative Methoden der Wissensgenerierung entstehen werden. Und der neue Lerner ist der Edupunk, der einen Ansatz repräsentiert, der aus der aus einer Do it Yourself - Einstellung heraus resultiert. Das wird wohl noch spannend!

Der anschliessende Workshop verband die Vorstellung des Pandemie Simulationstools, dass an der FHS entwickelt wurde, mit der konkreten Anwendung von Twitter: Fragen und Diskussionsbeiträge wurden per Twitter gezwitschert.

Alles in Allem war das FHS Forum ein gelungener Event und hat aus verschiedenen Perspektiven gezeigt, wie sich die Formen der Kommunikation verändern und welche Wirkungen sie haben (können). Und parallel wurde anhand von Twitter dies auch gleich praktisch vermittelt und geübt. Und die Twitterwelt ist um einige Mitglieder grösser geworden!

Bildungsziel mehr als erreicht! Weiter so FHS!



Nachtrag vom 20.11.09: Hier gibt's die Photos vom FHS Forum eSociety.

Bildquelle: Flyer zum FHS Forum

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25. Juli 2009

Eine Community Plattform zum Thema Gesundheit - quevita

[Trigami-Review]

eHealth, Virtual Communities und soziale Netzwerke, all das sind viel diskutierte Themen rund um die Nutzung des Internet zur Gestaltung von Kommunikation und Interaktion. Die Plattform Quevita versteht sich als die erste Health-Style-Community in Europa, welche diese Aspekte miteinander verknüpfen will.
Quevita will ein internetbasiertes Social-Network mit Expertenwissen aus den Bereichen Ernährung, Bewegung und mentaler Gesundheit mit den Prinzipien der sog. Lifestyle of Health and Sustainability (LOHAS) -Zielgruppe verknüpfen.

„Quevita ist die erste Health-Style-Community in Europa zu den Themen Ernährung, Bewegung und Entspannung.“
(quevita.com Homepage)
Quevita bietet eine Internetplattform mit Applikationen zur Unterstützung der Bewusstseins- und Verhaltensänderung hin zu einem gesunden und nachhaltigen Lebensstil für unterschiedliche Zielgruppen an, nämlich Private, Firmen, Vereine, Experten und Lieferanten. Bisher ausgebaut ist das Angebot für Private.

Ohne eine Registration sind die Quevita-Gruppen zugänglich, die z.B. fachlich oder auch regional organisiert sind und auch als geschlossene Gruppen angelegt werden können. Hier stehen Foren, Wikis und Umfrage-Werkzeuge zur Verfügung. Die Themen reichen von ‚Aare Joggen in Bern und Solothurn‘ über ‚Oel-Wechsel und knackige Nüsse‘ bis ‚Zürcher Silvesterlauf‘. Will man sich hier aktiv beteiligen, ist eine Registration notwendig.

Ebenfalls ohne Registration ist teilweise der Bereich ‚Wissen‘ zugänglich, der allerlei Inhalte einschliesslich Experten-Blogs u.a. zu den Themen Ernährung, Entspannung, Bewegung bereit hält. Die Inhalte werden offensichtlich mit verschiedenen Partnern zusammen entwickelt.
Eine Stichprobe zeigt, dass die Informationen für den Laien bzw. Anfänger in einem Bereich sicher hilfreich sein mögen, ein z.B. ambitionierter Hobbysportler hier aber kaum weiterführende Informationen zum Thema Bewegung erhält. Weiterführende Links fehlen leider.

Auf dem Marktplatz kann man entsprechende Produkte kaufen, die man entweder über die Suche in Kategorien oder über die ‚Wortwolke‘ erreicht.

Nach der persönlichen Anmeldung stehen dem Nutzer dann eine Reihe von Applikationen zur Verfügung. Dies sind z.B. ein BodyCoach, der einem beim Abnehmen unterstützen soll, einen Blutdrucktracker zur Überwachung der Blutdruckwerte oder ein Body-Tracker, mit dem man seine Aktivitäten tracken und sich persönliche Ziele definieren kann. Und es fehlen auch nicht die Liste der eigenen 'Freunde', die Liste der Gruppen, in denen man Mitgleid ist oder der Status-Update 'Was machst du gerade?"

Mehrere Tools sollen das eigene Training unterstützen. Die Applikation ‚Trainingstagebuch & Trainingsplan‘ wird aber erst Ende 2009 live gehen, der Ausdauertracker dagegen ist verfügbar.

Hier hat der Ausdauersportler die Möglichkeit, die Trainingsdaten von Aktivitäten wie Joggen, Schwimmen oder Radfahren manuell zu erfassen und als Tabelle oder Graphik darstellen zu lassen. Voraussetzung ist, dass man diese Daten wie Pulsfrequenz, Streckenlänge, Höhenmeter oder Kalorienverbrauch geeignet erfasst. Die dazu heute verfügbaren Tools, z.B. das GPS-basierte Erfassen eines Lauftrainings, sind häufig mit eigenen, spezialisierten Web-Anwendungen und sozialen Netzwerken verknüpft, welche das Führen eines Online-Trainingsbuchs mehr oder weniger automatisch ermöglichen.

Das Potential von Quevita kann sich dann voll entfalten, wenn die erfassten Trainingsdaten in weiteren Applikationen ‚verarbeitet‘ werden würden. In der jetzigen Ausbaustufe ist der Ausdauertracker eher für Anfänger als für bereits fortgeschrittene Ausdauersportler interessant; dem Anfänger und vielleicht wenig geübten Nutzer technischer Tools bieten die Quevita Applikationen sicher interessante Möglichkeiten, seine Trainings- und Gesundheitsdaten über ein einziges Portal zu dokumentieren und darüber hinaus weitere Informationen abzufragen und entsprechende Produkte über den Marktplatz zu erwerben.


Bildquellen: quevita.com

10. Juni 2009

Social Networks - was ist eine Freundschaft wert?

"What's a friend worth?" - das ist die Cover Story der BusinessWeek vom 1. Juni 2009 (die Online Version weicht leicht von der gedruckten Ausgabe ab). Der Autor Stephen Baker geht der Frage nach, wie sich die Beziehungen in Social Networks kommerziell, z.B. für die Werbung, nutzen lassen:
"A question: If you have 347 followers on the Twitter microblogging service, what are the chances that they'll click on the same online ad you clicked on last night? Advertisers are dying to know."
Die Begriffe wie 'Freundschaften' oder 'Freunde' verändern sich in Social Networks, sie entstehen ganz einfach per Klick:
"Friendships aren't what they used to be. [...]
What do these relationships say about us and the people in our networks?"
Da wir von Informationen überflutet werden, ist die Aufmerksamkeit (attention) eine zentrale und äusserst knappe Ressource. Aber wie adressiert sie man möglichst zielgenau? Indem man die Beziehungen in Social Networks, also die Beziehungen zu Freunden, analysiert.
"The easiest way is to get tips from friends. They're our trusted sources. At least a few of them know us better than any algorithm ever could. Little surprise, then, that the companies most eager to command our attention are studying which friends we listen to. Online friendship is a hot focus for Facebook, Google, and Yahoo. They joust to hire leading sociologists, anthropologists, and microeconomists from MIT, Harvard, and Berkeley. Microsoft just established a research division focused on social sciences in Cambridge, Mass. [...]

But it raised lots of questions. Which types of friends have the most meaningful correlations with each other? [...]

By studying patterns of interactions on networks—often scrutinizing us only as anonymous bits of data—researchers are working to predict which friends we trust and which we pay attention to in each area of our lives. The data can be hard to interpret, says danah boyd, a Berkeley PhD who just signed on at Microsoft Research. "
Und offensichtlich funktioniert dies grundsätzlich:
"Tailoring offers based on friends' responses helped lift the average click rate from 0.9% to 2.7%. Although 97.3% of the people surfed past the ads, the click rate still tripled. "
Wer also Freundschaften pflegen will, ohne dass diese systematisch analysiert und kommerziell ausgebeutet werden, muss wohl oder übel auf Social Networks verzichten:
"All of networked humanity mingles in this vast marketplace, trading information, creating alliances, doing favors. We may not think of our connections in such mercantile terms. But for business and individuals alike, the value in online friendship is poised to grow."
Bildquelle: BusinessWeek.com

1. März 2009

Mediennutzung - Zwei aktuelle Studien aus Deutschland

Der Netzökonom auf FAZ.NET, Holger Schmidt, berichtet in zwei Beiträgen über aktuelle Studien zur Mediennutzung.

Im Beitrag "
3 von5 Internetnutzern sind in sozialen Netzwerken aktiv" wird über eine Studie von web.de berichtet, die sich mit der E-Mail als dominantes Kommunikationsmittel beschäftigt.
"E-Mail ist unverändert das mit Abstand stärkste Kommunikationsmittel im Internet. Soziale Netzwerke haben keinen nachhaltigen Einfluss auf die Nutzung von E-Mail. Solche Kommunikationsservices werden vielmehr als zusätzliches Angebot verstanden"
lautet die Schlussfolgerung der Repräsentativumfrage „Kommunikationsverhalten deutscher Internet-Nutzer", die im Auftrag von web.de durchgeführt wurde. Und weiter aus den Ergebnissen:
"Während nahezu jeder Internet-Nutzer über eine E-Mail Adresse verfügt, habe die Befragung gezeigt, dass lediglich 58 Prozent in sozialen Netzwerken aktiv sind. 'Soziale Netzwerke und Instant Messenging sind Teenager-Phänomene'."
Dazu der Netzökonom:
"Lediglich 58 Prozent sind in sozialen Netzwerken aktiv? Und gar 96 Prozent der jugendlichen Nutzer? Nach gerade einmal drei Jahren, in denen es soziale Netzwerke in breiter Form gibt, sind diese Zahlen nicht schlecht. Und dass die E-Mail-Nutzung gar nicht darunter leidet, dass viele Menschen nun in ihren Netzwerken oder per Twitter kommunizieren, erscheint auf Dauer wenig plausibel".
Und der Netzökonom zweifelt nochmals an der Plausibilität der Ergebnisse:
"Spannend ist die Analyse der tatsächlichen Nutzung der sozialen Netzwerke, deren Ergebnisse allerdings nicht unbedingt plausibel sind."
Vorsicht bei der Interpretation der Ergebnisse scheint also angebracht! Zur Methodik erfährt man beim Convios Consulting, die die Studie durchgeführt jhaben, noch folgendes:
"Die Umfrage wurde unter 1000 Internetnutzern ab 16 Jahren in Deutschland auf Basis einer Onlinebefragung (Computer Assisted Web Interviewing; CAWI) durchgeführt. Dabei wurden die Befragten repräsentativ nach Alter, Geschlecht und Nielsen-Region ausgewählt und im Zeitraum November 2008 jeweils etwa 15 Minuten befragt."
Im Beitrag "State of the Internet" berichtet der Netzökonom über eine Repräsentativstudie von PriceWaterhouse Coopers, die recht breit die Internetnutzung in Deutschland analysiert. Für die Studie "Internet 2009 - Wer macht was im World Wide Web?"
"wertete PwC die Antworten von 1.006 repräsentativ befragten Endverbrauchern ab 16 Jahren aus. "
Also so ziemlich die gleiche Grundgesamtheit wie bei der web.de Studie.
"Gut jeder zweite Befragte nutzt das Internet regelmäßig, 37 Prozent sind allerdings nie online. Das liegt vor allem am hohen Anteil der älteren Bevölkerung (60+), die das Internet eher selten oder gar nicht nutzen (83 Prozent)."
Und zur Nutzung sozialer Netzwerke:
"Soziale Netzwerke setzen sich durch
Das Internet wird nicht nur als wichtige Informationsquelle angesehen, sondern gilt auch gemeinhin als wichtiges Kommunikationsmedium, denn die weitaus meisten Befragten pflegen ihre Kontakte über das Internet. Das bevorzugte Medium ist nach wie vor die E-Mail, die 90 Prozent häufig oder wenigstens gelegentlich schreiben. In Communities wie Facebook, StudiVZ oder Xing sind mittlerweile 38 Prozent der Nutzer vernetzt.
Besonders populär sind die sozialen Netzwerke in der Altersgruppe unter 30. Hier sind drei von vier Internet-Nutzern auch Mitglied mindestens einer Online-Community. Knapp sechs von zehn der Befragten (56 Prozent) geben an, ihre Kontakte im persönlichen Online-Netzwerk häufig zu pflegen."
Das deckt sich grundsätzlich mit den Ergebnissen der web.de Studie. Blogs werden dagegen wesentlich seltener genutzt:
"Auf ein deutlich geringeres Interesse als soziale Netzwerke stoßen Online-Tagebücher oder Journale, so genannte Blogs. Fast zwei von drei Internetnutzern wissen mit diesem Begriff nichts anzufangen. Nur jeder fünfte Befragte liest zumindest gelegentlich ein Blog, jeder zehnte bloggt selbst.
Während Blogs in anderen Ländern durchaus als vertrauenswürdige Informationsquelle gelten, überwiegt bei den Befragten in Deutschland die Skepsis. Von denen, die Blogs kennen, halten diese 38 Prozent für unglaubwürdig, nur 23 Prozent für glaubwürdig."
Die Mehrheit der Befragten bewertet den Wahrheitsgehalt von Informationen aus dem Internet ganz allgemein generell zurückhaltend. 61% der Befragten unter 30 Jahren geben ein Glaubwürdigkeitsprobleman - diese hohe Zahl ist dann doch duchaus überraschend. Allerdings wird der Wert nicht weiter differenziert. Allerdings ist auch bei dieser Studie bezüglich Palusibilität Vorsicht geboten. Bei den Aussagen zur Nutzung von Online-Angeboten im Servicebereich ist die Zahl der Nichtnutzer relativ hoch: 54% der Befragten wickeln angeblich nie Bankgeschäfte Online ab, und bei der Nutzung von Online-Partnerbörsen geben nur 5% an, dass sie diese gelegentlich nutzen, 95% nutzen sie nie, und niemand häufig.

30. November 2008

Das Web, die Wirtschaft und der Konsument

Über die Auswirkungen der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise auf die Entwicklungen des 'Web 2.0' wird viel diskutiert: Für die einen ist das 'Web 2.0' bereits am Ende, für die anderen entstehen gerade jetzt neue Chancen. Eine der vielen Diskussionsbeiträge findet man z.B. hier bei netzwertig.com.
Hinter allen dieser Diskussionen steckt letztendlich die Frage der Zusammenhänge des Internet bzw. des Web einerseits und Wirtschaft und Gesellschaft andererseits. Welchen Einfluss hat das Web auf Wirtschaft und Gesellschaft, auf das Verhalten von Konsumenten und Unternehmen?

In einem interessanten Beitrag auf dem F.A.Z. Blog 'Netzökonom' erschien kürzlich eine Diskussion zu den Auswirkungen des Web auf das Marketing, genauer gesagt auf das Verhalten der Konsumenten, mit dem Titel 'Online Marketing, zweite Generation'. Quintessenz: Das Online Marketing 2.0 ist erwachsen geworden und spielt eine wichtige Rolle bei uns Konsumenten, auch wenn die Amerikaner uns Europänern hier offensichtlich voraus ist. Eine - für mich - interessante Zahl: "Allein über den Micro-Blogging-Dienst Twitter habe Dell 500000 Dollar Umsatz generiert." Wie das konkret abläuft wird leider nicht diskutiert. Im Netzökonom-Beitrag werden Zahlen aus verschiedenen Studien zitiert.

Eine Allensbachstudie hat fogendes ergeben: "17 Millionen Konsumenten in Deutschland berücksichtigen inzwischen die Kommentare anderer Internetnutzer oder Diskussionsforen in ihrer Produktrecherche". Das Marktforschungsunternehmen hat laut Beitrag einen "digitalen Entscheidungsindex" kreiert: "Der Index setzt sich aus der Zeit, die Menschen mit einem Medium verbringen, und der Einschätzung der Befragten über die Einfluss des Mediums auf ihre Entscheidungen zusammen." Aha. Das Ergebnis für Deutschland: Das Internet führt vor dem Fernsehen und Zeitungen. Während aber Konsumenten zunehmend das Web für ihre Konsumentscheidungen nutzen, scheint es auf der Verkäuferseite noch an Bewusstsein dafür zu mangeln.

Der Einfluss des Web variiert erwartungsgemäss bei unterschiedlichen Produkttypen: "Rund 55 Prozent aller Käufer von Fernsehern, Digitalkameras oder Spielekonsolen schauen sich vor dem Kauf die Bewertungen und Erfahrungen anderer Käufer im Netz an". Geflgt von Sportartikeln, Hotelreservierungen, Urlaubsbuchungen und Versicherungen.

Die typischen 'Web 2.0' Anwendungen wie soziale Netzwerken Blogs, Foren, etc. werden in einer anderen Studie genauer unter die Lupe genommen. Ein Ergebnis: "Das mit Abstand höchste Gesprächsaufkommen in den sozialen Medien entfällt auf die Autobranche. 29 Prozent aller 1,1 Millionen Gespräche im Web 2.0 drehten sich um Automarken". In dem Blgbeitrag wird dann auch noch bezüglich der Marken differenziert. Wie sich diese Untersuchung wohl für den Schweizer Markt darstellen würde? Nach den Automarken wird auch noch sehr gerne über die Marken der Unterhaltungselektronik diskutiert, desweiteren über das Reisen sowie die Mode(marken). Die Markenpräsenz im Web wird mit einigen Grafik veranschaulicht. Den höchsten Anteil an den Online Marken-Diskussionen hat nach dieser Untersuchung übrigens Google, gefolgt von BMW. Facebook liegt auf Platz 49, eine Marke wie adidas auf Platz 99. Weiterhin wird die Markenpräsenz in den einzelnen sozialen Medien noch untersucht. In den weitaus meisten Fällen wir am Meisten (in aller Regel >80%) in Foren diskutiert, gefolgt von Blogs. Im Bereich Mode/Lifestyle sieht es etwas anders aus: Ca. die Hälfte der Diskussionen findet in Foren statt, ein Viertel bis ein Fünftel in Netzwerken, gefolgt von Blogs.

Und wenn wir schon beim Thema sind:
Die BusinessWeek hat in seiner Ausgabe vom 1. Dez. 2008 auf den Seiten 84ff. ebenfalls das Thema 'Krise und Internet' aufgegriffen, und zwar am Beispiel Facebook: "Facebooks's Land Grab in the Face of a Downturn". "This is not the time for tech companies to be cutting back; this is the time to be hitting the accelerator," says Peter Thiel, a Facebook board member and investor. Facebook executives think they can use the economic downturn to gain ground on the competition." Die Facebook Mamanger sind überzeugt, auch in den kommenden Jahrzehnten im Geschäft zu sein. Mehr dazu und vor allem die Argumente von Facebook liesst man im Artikel.

Zusatzinfos: Facebook - In Search for a Business Model


Bildquelle: F.A.Z. Blog Netzökonom