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30. September 2010

Konferenzen, Social Media und (Wissenschafts-) Kommunikation

Impressionen von der re:publica10
Sicher, Social Media sind nicht Alles, und vielleicht werden sie (noch) überschätzt. Aber dass die Kommunikation sich durch die neuen und die sogenannten sozialen Medien verändert, dürfte offensichtlich sein. Sicher, man muss auch nicht jeder Modeerscheinung hinterherrennen, aber gleich alles zu ignorieren, das kann es auch nicht sein.
Dieser Eindruck ergibt sich (leider) aus der Verfolgung – oder dessen Versuch – der Informatik 2010 in Leipzig aus der Ferne. Faktisch ist diese Informatik-Konferenz, immerhin die 40. Jahrestagung der Gesellschaft für Informatik, in den Social Media nicht vertreten und zeigt sich auch sonst Online eher bescheiden.

6. September 2010

Social Networks und Hochschulen - Einsatzmöglichkeiten und Herausforderungen

Auf Einladung des Fachbereichs Management der HTW Chur habe ich heute die Gelegenheit gehabt, einige grundsätzliche Anwendungsmöglichkeiten von Social Media im Hochschulkontext vorzustellen und mit den Vertretern des Fachbereichs zu diskutieren. 


In meiner Präsentation ging es mir primär darum, grundsätzliche Anwendungsmöglichkeiten von Social Media an einer Hochschule, z.B. in der Lehre, aufzuzeigen und vor allem die weitere Diskussion anzustossen. Dabei habe ich vor allem auch persönliche Erfahrungen einfliessen lassen. Trotz dem Versuch einiger Definitionen war es nicht mein Ziel, das Thema wissenschaftlich zu betrachten. 



18. November 2009

Es zwitschert an der FHS St. Gallen - das FHS Forum eSociety

"Bildungsziel erreicht" könnte man resümieren nach dem FHS Forum eSociety 2009 am 18. Nov. 2009 in Rorschach. Zu Beginn gab Rektor Sebastian Wörwag nämlich die Losung aus: "Bildungsziel des Nachmittags: Wir wissen was ein Hashtag ist".

Das Forum - eine Veranstaltung für alle FHS Mitarbeitenden - beschäftigte sich inhaltlich mit neuen Formen der Kommunikation und insbesondere konkret mit Twitter. Schon im Vorfeld wurden die Mitarbeitenden aufgefordert ein Twitter-Account anzulegen und ein Note-/ Netbook oder PDA zum Event mitzubringen. 

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Unter dem Tag #fhs09 wurde fast um die Wette gewittert. Vielen Kolleginnen und Kollegen der FHS nutzten Twitter zum ersten Mal und übten fleissig. Und das mit solcher Faszination, dass der Tag #fhs09 zwischenzeitlich der viertmeiste getwitterte Tag aller deutschsprachigen Tweets war! Glückwunsch an alle FHS Twitterer! 

Eröffnet wurde das FHS Forum mit einem Crashkurs zur Nutzung zu Twitter von @raumsinn (Dani Fels).

Es folgte der Vortrag von @centrestage (Martina Göhrig, centrestage): "Lernen zwischen Bildungsinstitution und Twitterwolke".(Vortragsfolien auf Slideshare (link ergänzt 23.11.09))
Sie benutztze ein wie ich finde sehr treffendes Bild, um das Wesen von Twitter zu erklären: 'Geschnattert' wird es überall, im Zug, auf dem Markt, auf der Strasse, im Restaurant, überall - und wenn wir uns mit jemanden unterhalten, kann unsere Umgebung zuhören, oder es bleiben lassen, uns ignorieren oder gestört fühlen. Und so ist es auch bei Twitter, nur dass wir in der Onlinewelt unserer globalen Umwelt zuhören können, oder eben nicht. 

@centrestage machte deutlich, wie die neuen Formen der Kommunikation, z.B. durch Twitter, unser Arbeitsleben, das gesellschaftliche Leben und eben auch das Lernen und Lehren verändert. Anschauliche Beispiele waren u.a. das Buch The World ist Flat und das Phänomen des Long Tail, Im Bereich des Lernens und Lehrens kritisierte sie klar die immer noch vorherrschenden Konzepte des learning 1.0 und postulierte, dass in Zukunft User Generated Content zentraler Bestandteil des Lernens sein werde und kollaborative Methoden der Wissensgenerierung entstehen werden. Und der neue Lerner ist der Edupunk, der einen Ansatz repräsentiert, der aus der aus einer Do it Yourself - Einstellung heraus resultiert. Das wird wohl noch spannend!

Der anschliessende Workshop verband die Vorstellung des Pandemie Simulationstools, dass an der FHS entwickelt wurde, mit der konkreten Anwendung von Twitter: Fragen und Diskussionsbeiträge wurden per Twitter gezwitschert.

Alles in Allem war das FHS Forum ein gelungener Event und hat aus verschiedenen Perspektiven gezeigt, wie sich die Formen der Kommunikation verändern und welche Wirkungen sie haben (können). Und parallel wurde anhand von Twitter dies auch gleich praktisch vermittelt und geübt. Und die Twitterwelt ist um einige Mitglieder grösser geworden!

Bildungsziel mehr als erreicht! Weiter so FHS!



Nachtrag vom 20.11.09: Hier gibt's die Photos vom FHS Forum eSociety.

Bildquelle: Flyer zum FHS Forum

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5. Juni 2009

Warum twittere ich eigentlich?

"Warum twittere ich eigentlich?" Diese Frage sollte man sich durchaus einmal stellen.

Der “
WissensWert Blog Carnival Nr. 5″ fordert die Twittergemeinde auf, die Frage "Warum twitterst Du eigentlich?" zu beantworten. Also, warum twittere ich eigentlich? Der Versuch einer Antwort.

Zunächst, ich (twitter.com/hdzimmermann) bin sicher kein Power Twitterer, ab und zu Mal ein Tweet, 145 bisher, eher unregelmässig, und im Moment 143 Followers, immerhin, aber wie viele davon lesen wirklich mein Gezwitscher?

Einerseits twittere ich ganz einfach aus (professioneller) Neugier. Mich interessiert, wie sich die neuen Medien auf Wirtschaft, Gesellschaft und Kommunikation auswirken. Ohne es auszuprobieren kann man sich kaum ein Urteil bilden, also deswegen twittere ich unter anderem. Die mobile Kommunikation, Textnachrichten (SMS), Chat, soziale Netzwerke u.a. haben das (Kommunikations-) Verhalten durchaus bereits verändert, Twitter et al. sind weitere Tools - man wird sehen, welche sich davon nachhaltig durchsetzen.

Und sonst?
Im Laufe der letzten Jahre habe ich viele interessante Menschen kennengelernt, als Arbeitskollegen gehabt. Wenn sich die Wege trennen, gibt es zwar immer noch genug Möglichkeiten in Kontakt zu bleiben, aber die spontane Kommunikation an der Kaffeemaschine - wie z.B. 'hast du das gelesen?' oder 'kennst du den link schon?') fällt trotzdem weg. Twitter ist eine Möglichkeit, genau diese Art von Kommunikation wieder zu erleben. Man hat die Möglichkeit mit Menschen, die und deren Meinung man persönlich schätzt, so in Verbindung zu bleiben, ohne sich im Büro gegenüber sitzen zu müssen.

Oder es gibt Menschen, die ich zwar nicht persönlich kenne, aber deren Meinung mich einfach interessiert. Howard Rheingold ist beispielsweise so einer. Ich bin mir nicht ganz sicher, aber sein Buch "Virtual Community" von 1993 war wohl eines der ersten, die ich in diesem Themenbereich gelesen habe. Ich finde es durchaus spannend zu lesen, was bestimmte Menschen gerade für wichtig halten, welche Gedanken sie haben oder welche Links sie empfehlen.

Gerade die gezwitscherten Links finde ich immer wieder sehr hilfreich und ich bin nicht selten erstaunt, wer da wieder was in den Tiefen des Webs entdeckt hat. Und ich selbst versuche natürlich ebenfalls, vermeintlich interessante Links zu twittern.

Spannend finde ich auch ab und zu das Gezwitschere zu aktuellen Fernsehfilmen oder TV-Sendungen aller Art wie z.B. Talkshows zu verfolgen. Das kann durchaus lustig sein, oder man kann sich wunderbar im über das Netz verteilten Kollektiv der Zuschauer über Dinge aufregen.

Was mich dagegen nun wirklich nicht interessiert sind Nachrichten wie z.B. "Bin gerade aufgestanden, schöner Tag heute" oder "sitze jetzt im Zug nach Hause, war stressig heute", etc. pp. Wenn davon zu viel kommt, dann ist der unfollow-Button schnell geklickt. Sorry Folks.

So hat wohl jeder Twitterer seine eigene Vorstellung von dem, was er Lesen und Mitteilen möchte - und das ist auch gut so.