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28. März 2009

Plagiate - traurige Wirklichkeit


... so lautet der Titel unserer Tagung in der Konferenzreihe Lernende Bibliothek im September 2009 in Chur.

Über Plagiate in der Wissenschaft liest man (leider) immer wieder, das Thema beschäftigt zunehmend Lehrende, Forschende, Studierende, Rektorate, Prüfungsämter, Wissenschaftsorganisationen, u.a.


  • Was ist eigentlich das Problem?
  • Wer trägt die Verantwortung?
  • Wie kann man das Problem behandeln?
  • Und welche Rolle spielen Bibliotheken?

Das sind die Fragestellungen der Konferenz Lernenden Bibliothek 2009 im September 2009 in Chur.


Dass Plagiate (fast) alltäglich sind, musste ich selbst kürzlich erleben. Was ist geschehen?


Ein Autorenpaar hat ein Paper zu einer internationalen, wissenschaftlichen Konferenz im Jahr 2009 eingereicht. Im Rahmen des Peer-Review-Verfahrens fiel es einem Reviewer auf, dass das Paper einem ihm bekannten Paper doch sehr ähnlich war. Er schrieb an den zuständigen Conference Chair:

"I had a look at this paper you sent me to review for Bled and it struck me as very familiar. I want to flag this paper with you as a case of (self)plagiarism or at least as a case of VERY incremental research. "
Nach einigen Recherchen wurde klar: Das gleiche Autorenpaar hatte ähnliche Paper bereits 2008 in einem Journal veröffentlicht und 2006 und 2007 je auf einer internationalen, wissenschaftlichen Konferenz publiziert. Die aktuelle Einreichung entpuppte sich nach einer genaueren Analyse in weiten Teilen als eine Kopie des 2008 veröffentlichten Journal Papers. Hatten die Autoren bei den vorherigen Versionen noch den Titel wesentlich anders formuliert, so haben sie sich für die aktuelle Einreichung hier fast keine Mühe mehr gegeben und den Titel nur marginal verändert, dazu weite Textpassagen wörtlich übernommen.

Nach kurzer Beratung der verantwortlichen Conference Chairs, zu denen ich gehöre, war klar: Ein eindeutiger Fall von Self Plagirarism.
Im Zweifel könnte man noch vermuten, dass die Autoren noch unerfahren sind und tatsächlich der Meinung waren, das nur leichteste Veränderungen einer veröffentlichten Version eine weitere Einreichung rechtfertigen würde. In diesem Fall hätten die Autoren aber sicherlich auf ihre vorherigen Arbeiten verwiesen, dies ist im vorliegenden Fall in keinem der vier Papers der Fall. Dazu kommt, dass beide Autoren erfahrene Wissenschaftler sind, einer ist bereits in Pension, einer von beiden war sogar viele Jahre als Dekan tätig - jugendliche Unerfahrenhit und der Druck des 'Publish or Perisch' scheidet demnach ebenfalls aus. Daraus lässt sich schliessen, dass das Selbstplagiat mit voller Absicht eingereicht wurde.

Warum tun die Autoren dies? Es ist kaum wirklich nachvollziehbar! Ist es Naivität, Eitelkeit? Oder eher einfach Dummheit?

Und die konkrete Konsequenz? In diesem Fall wurde entschieden das Paper abzulehnen mit dem deutlichen Hinweis an die beiden Autoren auf die grosse Ähnlichkeit zu drei weiteren Papieren dieser beiden Autoren. Die Namen sind nur wenigen mit dem Peer-Review-Verfahren befassten Personen bekannt.

Ist das die richtige Reaktion? Oder hätte man ein Exempel statuieren sollen und die Autoren blossstellen? Eine schwierige Entscheidung ...



Im Wissen, dass Plagiate (leider) vorkommen, setzen heute wissenschaftliche Zeitschriften und Konferenzen zum Teil bereits auf die flächendeckende Überprüfung eingereichter Beiträge auf Plagiat. Entsprechende Review Syteme verfügen über entsprechende Funktionen. Ist das in Ordnung, dass man alle Autoren unter Generalverdacht stellt? Basiert das Peer Review nicht vor allem auch auf Vertrauen?
Oder war das Gestern?

Plagiate sind nicht ein Phänomen des Internet, aber ganz sicher erleichtert es die verschiedenen Formen des Plagiierens. Allerdings hilft das Internet auch dabei, Plagiate aufzuspüren, wie auch in diesem konkreten Fall.

Weitere Informationen zum Thema findet man z.B. im Portal Plagiat.

25. März 2009

Open Access Debatte - endlich eine sachliche Debatte?

Die Debatten rund um Open Access werden immer heftiger, sind häufig polemisch, unsachlich und kaum differenzierend.

In einem erfreulich sachlichen Beitrag hat Matthias Spielkamp, Publizist und Projektleiter bei iRights.info - Urheberrecht in der digitalen Welt, ein Essay mit dem Titel "Open Excess: Der Heidelberger Appell" bei perlentaucher.de veröffentlicht. Dabei setzt er sich mit den verschiedenen Beiträgen in dieser Debatte kritisch und sachlich asueinander.


Nachdem insbesondere die DFG - Deutsche Forschungsgemeinschaft - massiv angegriffen wurde, haben zehn deutsche Wissenschaftsorganisationen mit einer gemeinsamen Erklärung vom 25. März 2009 Stellung bezogen: "Open Access und Urheberrecht: Kein Eingriff in die Publikationsfreiheit".

Es bleibt zu hoffen, dass die Diskussion auf der sachlichen Ebene bleibt.


Bildquelle: Gideo Burton/flickr.com



20. März 2009

Studie zur Zukunft der Tageszeitung der Friedrich-Ebert-Stiftung

Als gäbe es nicht genug Negativschlagzeilen einzelner Blätter aus der Zeitungsindustrie, hat jetzt die Friedrich-Ebert-Stiftung eine Studie veröffentlicht mit der folgenden Schlussfolgerung: "Das Internet verdrängt zweifellos die klassische Zeitung auf Papier."

Die Studie mit dem Titel "Das Verschwinden der Zeitung? Internationale Trends und medienpolitische Problemfelder" wurde von den Autoren Stephan Weichert und Leif Kramp im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung verfasst.

Die Studie beginnt mit "Thesen und Handlungsempfehlungen", daraus eingie Auszüge:

  • "Das Internet verdrängt zweifellos die klassische Zeitung auf Papier"
  • "Journalistischen Online-Angeboten mangelt es derzeit noch an verlässlichen Erlösmodellen, die den Qualitätsjournalismus dauerhaft sichern helfen."
  • "Die Vertriebsform der klassischen Zeitung auf Papier ist überholt; elektronische Verteilformen sind nutzerfreundlicher, wirtschaftlicher und ökologischer."
  • "Gerade in Blogs, Social Communities etc. steckt ein wichtiges Ergänzungsverhältnis im Hinblick auf etablierte Medien: Ungeachtet der Finanzierungsfrage ergeben sich neue Formen der Vergemeinschaftung und Interaktivität, die sich der professionelle Journalismus stärker zunutze machen muss, um seiner Orientierungsfunktion auf verschiedenen Plattformen besser gerecht zu werden."
  • "Die mangelnde Bereitschaft mancher Journalisten, sich auf die neuen Anforderungen digitaler Medienumgebungen und Konvergenztendenzen einzulassen, hat einen erheblichen redaktionellen Innovationsrückstand gegenüber nicht-journalistischen Angeboten begünstigt, der kaum noch aufzuholen ist."
  • "Multimediale Großunternehmen, die global und in unterschiedlichen Mediensparten agieren, profitieren eher von der Krise der Zeitungsbranche, ..."
  • "Das allmähliche Ausbluten traditioneller Presseverlage und die Konzentrationswelle, ausgelöst durch ›feindliche‹ Übernahmen multinationaler Konzerne, führen dazu, dass noch mehr und noch schneller ungleiche Meinungs- und Informationsmonopole entstehen, die den Qualitätsjournalismus in seiner Kernbestimmung, glaubwürdige und unabhängige Informationen zu vermitteln, konsequent unterwandern."
  • "Erschwerend kommen die sich ändernden Gewohnheiten und Vorlieben der Nutzer hinzu."
  • "Ein tragfähiges Geschäftsmodell für Zeitungen zu finden, das qualitativ hochwertige Inhalte garantiert, wird schwieriger."
Weitere Thesen behandeln die Liberalisierung der Pressefusionskontrolle, die Medienaufsicht und das Engagement gemeinnütziger Organisationen zur journalistischen Qualitätssicherung.

Für den aufmerksamen Leser sind dies sicher z.T. Binsenwahrheiten, für die Vertreter der traditioenllen Medien sicher unliebsame Wahrheiten.


Das erste Hauptkapitel beschäftigt sich dann mit einem Überblick internationalen Trends und medienpolitischen Problemfeldern. In dieser Zusammenfassung der Entwicklungen erfährt der Leser viel Bekanntes sowie statistisches Material insbesondere zur Mediennutzung.
Im zweiten Kapitel "Medienpolitische Problemfelder in Deutschland: Ergebnisse der Fragebogenerhebung" werden die Ergebnisse der "Meinungsumfrage - Fragebogenerhebung von März bis Mai 2008 - unter deutschen Experten aus Pressewirtschaft, Verlagswesen, Journalismus und Medienpolitik" aufbereitet. Insgesamt gaben 43 Experten zur medienpolitische Perspektive Auskunft. Die Ergebnisse werden Frage für Frage diskutiert, sie fliessen in die Thesen ein wie auch das erste Kapitel.

Im dritten Teil geht es um die Presseförderung in Europa, die Situation von Belgien bis Zypern wird dargestellt.


Anschliessend werden dann "Ausgewählte Qualitätsinitiativen in USA und Europa" aufgelistet und beschrieben.



Fazit
Eines zeigt sich deutlich in der Studie:
Als Reaktion auf die Erkenntnisse, die nicht neu, aber durchaus zuteffend sind, werden nicht primär Innovation und Kreativität als Massnahmen vorgeschlagen und thematisiert, sondern viele Seiten werden zu Aspekten wie den medienplitischen Instrumenten (notabene des Staates) oder der (staatlichen) Presseförderung gefüllt. Wie gesagt, Aufftraggeber der Studie war die Friedrich-Ebert-Stiftung, die mit dem Slogan auf der Hompage wirbt: "Der sozialen Demokratie verpflichtet". In der heutigen Zeit heisst dass dann wohl "Der Staat wirds schon richten".


Bildquelle: Titelseite der Studie

17. März 2009

"The Public Press" - neues Geschäftsmodell zur Vermeidung eines Demokratiedesasters ?

Über die diversen Versuche zur Rettung traditioneller Zeitungen haben wir hier des öfteren berichtet.

Nun gibt es ein weiteres Beispiel aus den USA, Spiegel Online berichtet darüber am 16.2.2009: "Experiment in San Francisco: Bürger sollen den Zeitungstod stoppen".
"San Francisco droht zur ersten US-Großstadt ohne seriöse Tageszeitung zu werden. Mit "The Public Press" rüstet sich eine unabhängige Redaktion für das mögliche Demokratiedesaster - und will mit einem neuen Geschäftsmodell die freie Presse retten."
Nicht gerade ein bescheidener Anspruch!

Der Hintergrund: Der drohende Untergang des San Francisco Chronicle (vgl. Eintrag "
Mediennutzung - Zeitungen in den USA").
"Der "Chronicle", Auflage 339.000, ist die größte Zeitung der acht Millionen Einwohner umfassenden Metropolregion. [...]
2008 hat der "Chronicle" jeden Monat mehr als eine Million Dollar verloren. Der Hearst-Verlag, dem die Zeitung gehört, erklärte, falls es keinen Ausweg aus dem Kostenstrudel gebe, "werden wir keine andere Wahl haben, als schnell einen Käufer für den 'Chronicle' zu finden oder ihn ganz einzustellen" [...]
In der Redaktion des "Chronicle" herrscht Endzeitstimmung."
Der Chronicle ist bei weitem nicht die einzige US Zeitung, die vom Untergang bedroht ist:
" "Bis 2009 oder 2010 werden manche Ein-Zeitungs-Märkte Null-Zeitungs-Märkte sein", prognostiziert Mike Simonton, Analyst für den Printsektor bei der Ratingagentur Fitch."
(vgl. auch Landkarte der US Zeitungspleiten)
Und die Folge?
" "Der Tod des 'Chronicle' wäre eine Katastrophe", sagt "Public Press"-Chef Stoll. [...] "Es wäre ein demokratisches Desaster"."
Ob es die traditionellen Massenmedien tatsächlich braucht und welche Rolle sie (heute) spielen, wird u.a. hier kontrovers diskutiert.

Einspringen will hier jetzt "The Public Press", ein Projekt von Michael Stoll, auch wenn Stoll "The Public Press" (noch?) nicht als Ersatz einer traditionellen Tageszeitung wie den Chronicle sieht. Stoll ist Dozent für Journalistik an der School of Journalism and Mass Communications der San Jose State University und Initiator dieses Projekts:
"... er selbst ein Medium schaffen, das seinen ambitionierten Qualitätsvorstellungen gerecht wird - und er will ein Geschäftsmodell etablieren, mit dem eine gedruckte Zeitung im Umfeld bröckelnder Anzeigen überleben kann.
Er plant eine Tageszeitung, die keine Anzeigen druckt, die lokal fokussiert ist und auf Boulevardthemen weitgehend verzichtet."
Im FAQ des Projektes liesst es sich dann so:
"A concept for a noncommercial daily newspaper.
It’s owned and operated as a nonprofit charitable organization. 2) It accepts no (or very little!) advertising."
Stoll will das Projekt ausschliesslich über kostenpflichtige Abos, Straßenverkauf und Finanzspritzen philantropischer Wohltäter finanzieren.
"Wenn 50.000 Leser ein Jahresabo zu 100 Dollar kaufen, haben wir fünf Millionen Dollar zur Verfügung, Spenden nicht eingerechnet", sagt Stoll. "Eine schlanke Lokalzeitung ließe sich damit schreiben, drucken und ausliefern."
Damit verabschiedet sich Stoll klar von einer weitgehend durch Werbung finanzierten Zeitung. Wie soll das funktionieren? Sind die 50.000 Vertreter des Milieus der Informationsbohème, wie es Miriam Meckel hier formuliert hat, welche die Zeitung retten soll? Es schreint fast so.
"Stoll hofft darauf, dass Redakteure und Reporter seine journalistischen Ideale honorieren und ihm Starthilfe geben. "Es gibt schon heute massenweise Profi-Journalisten, die ihren Job verloren haben, die aber dennoch darauf brennen, die Geschichte der Stadt zu erzählen", sagt er."
Die Journalisten müssen aber zunächst ohne Lohn arbeiten! Bisher hat "The Public Press" Spenden in Höhe von 26'000$ erhalten - wohl kaum eine Basis für eine erfolgreiche Zeitung, oder doch? Stoll ist jedenfalls von seinem Konzept überzeugt.
Explizit wird es bei "The Public Press" aber keinen 'citizen journalism' (Bürgerjournalismus) geben (insofern ist die Spiegel Online Überschrift etwas irreführend), aber "the paper should reverse-publish selected Web comments, blog posts and reporting." - sagt der FAQ.
" "Die Krise kann Innovationen beschleunigen", sagt er. "Und das jetzige Geschäftsmodell von Tageszeitungen ist definitiv gescheitert." "
Recht hat er!
Also bleibt uns nur, Michael Stoll viel Glück zu wünschen und ein weiteres Projekt auf die Liste der Versuche, die Zeitungen zu retten, zu setzen. Sie wird länger und länger ...

Und der letzte Beitrag auf http://www.public-press.org vom 16.3.2009, 11:22pm, beschäftigt sich mit dem Chronicle: "Public forum on Chronicle to focus on impact of possible closure".




Bildquelle: The Public Press

15. März 2009

Politik 2.0 - Freund und Feind der Schweizer Politik auf Facebook

"Politik 2.0" scheint bisher in der Schweiz kaum angekommen zu sein, dagegen spielte die Nutzung von Social Networks und anderen Web 2.0 - Anwendungen beim jüngtsten Wahlkampf in den USA offenbar eine grosse Rolle. Bisher wurde zwar immer wieder über einzelne Beispiele berichtet, wie Politiker und Kandidaten in der Schweiz das Web für ihre Aktivitäten nutzen, systematische Unterschungen gibt es aber kaum.

Michael Herrmann von der Forschungsstelle sotomo (sociotopological modeling) am Geografischen Institut der Universität Zürich hat nun den Versuch unternommen, die Beziehungen von Freund und Feind in der Schweizer Politik auf der Plattform Facebook zu analysieren und sichtbar zu machen. Die Forschungsstelle beschäftigt sich vor allem mit der Untersuchung und Visualisierung der sozialen und politischen Geografie und ihrer Veränderung in der Schweiz. Über die Auswertung sozialer Beziehungen zwischen Parlamentariern berichtet die NZZ vom 14. März 2009 unter dem Titel "In der Politik Feinde – auf Facebook «Freunde» Die Online-Beziehungsnetze von Bundesparlamentariern". Auf den Seiten der Forschungsstelle sind leider keine weiteren Details zur Untersuchung zu finden.

"Bereits 54 Mitglieder des Bundesparlaments sind mittlerweile auf der Internetplattform Facebook präsent. Das populäre soziale Netzwerk bietet Politikern neue Möglichkeiten, Anhänger zu mobilisieren, für eigene Anliegen Werbung zu machen oder auch Rückmeldungen auf Ideen einzuholen – und dies alles kostenlos."
Darunter sind 49 Nationalräte und 5 Ständeräte.

In der Zusammenfassung in der NZZ lernen wird, dass ...

  • die über Sechzigjährigen nur spärlich vertreten sind,
  • die unter Vierzigjährigen zu mehr als zwei Dritteln vertreten sind,
  • dass die Jüngeren 'aktiver' sind (gemessen an Kontakten),
  • dass die Romands überproportional vertreten sind,
  • "nur 14 Prozent der SVP-Parlamentarier, jedoch über 40 Prozent der Sozialdemokraten" auf Facebook aktiv sind und
  • dass die FDP mit 34 Prozent die zweithöchste Quote aufweist,
  • dass Christian Levrat, Präsident der SP, die meisten Kontakte hat, nämlich über 1500 (Stand 15.3.09 abends),
  • "dass soziale Kontakte im Bundesparlament nicht an ideologischen Gräben haltmachen",
  • dass die "Ratslinken zwar auf vielfache Weise mit dem bürgerlichen Lager verknüpft – insbesondere mit der FDP –" verknüpft sind, "jedoch bestehen nur ganz wenige Verbindungen zwischen dem rot-grünen Lager und der SVP",
  • dass "von den 133 möglichen «Freundschaften» zwischen SP und SVP [...] am Stichtag (11. März) nur gerade 3 realisiert" waren, und
  • dass die Netzwerker der Politiker eine unterschiedliche ideologische Färbung aufweisen.
Die Beziehungsgeflechte zwischen den Parlamentarien werden folgendermassen erstellt:
"Soziale Nähe und Distanz lassen sich nicht nur anhand der direkten Kontakte zwischen den Parlamentariern berechnen, sondern ebenso über den Vergleich ihrer «Freundeslisten». [...] Wenn man für alle Parlamentarier paarweise den Grad der Überschneidung ihrer «Freundeskreise» berechnet, kann man eine Art virtuelle soziale Nähe bestimmen (vgl. Grafik). Je näher die Kreise zweier Parlamentarier auf der Karte liegen, desto stärker überschneidet sich ihr «Freundeskreis». Nach dem Motto «Zeige mir deine Freunde, und ich sage dir, wie du denkst» kann dabei ein Zusammenhang zwischen sozialem Netz und politischer Orientierung festgestellt werden. "
Im Interview berichtet dann noch Christian Levrat über seine Facebook Aktivitäten. Demnach investiert er drei bis fünf Minuten in Facebook pro Tag. Lässt sich so wirklich ein Netzwerk von über 1500 Mitgliedern pflegen und aktiv nutzen? Das scheint zweifelhaft. Er nutzt das Netzwerk vor allem für die schnelle Mobilisierung zu aktuellen Themen. Wir erfahren also, wie knapp 25% der Nationalräte und knapp 11% der Ständeräte untereinander vernetzt sind, aber was sie daraus dann machen, wozu sie ihr Netzwerk nutzen, dass wäre natürlich noch wesentlich interessanter zu wissen.


Link zum Originalartikel via ZORA (Zurich Open Repository and Archive)

Quelle der Grafik: NZZ vom 14.3.2009

11. März 2009

Online Zeitung mit 100% Paid Content funktioniert - in Malaysia

Die Diskussion zur Zukunft der Zukunft traditioneller Zeitungen im Zeitalter der digitalen Medien ist oft kontrovers, vorgeschlagene und umgesetzte Lösungen vielfältig.

Die einen wollen traditionelle Zeitungen als den "
Bannwald der Demokratie" staatlich schützen lassen, die anderen sehen den "Untergang der alten Medien-Schweiz" kommen, versuchen sich mit Hybridmodellen oder stellen wie die NYT ihre Inhalte kostenlos der Onlinewelt zur Verfügung. Und hier findet man weitere Beiträge zu diesem Thema.

Zumindest in der westlichen Welt scheint es undenkbar zu sein, eine Online Zeitung ausschliesslich gegen Bezahlung anzubieten.

Aus Malaysia kommt jetzt ein erfolgreiches Beispiel, die News Plattform Malaysiakini. Darüber berichtet die NZZ im 'Fokus der Wirtschaft' vom 10. März 2009: "Wirtschaftlicher Erfolg einer Online-Zeitung". Gegründet 1999, wirft die Online-Zeitung seit vier Jahren einen Betriebsgewinn ab, und das
"... hat interessanterweise (und entgegen dem Trend) vor allem damit zu tun, dass der volle Informationszugang zum «Blatt» gebührenpflichtig ist. Schlagzeilen und das Lead eines Artikels sind kostenlos einsehbar. Das Abo für die vollständige Ausgabe kostet heute 5 US-$ pro Monat, die Zahl der zahlungswilligen Leser hat 20 000 erreicht, Tendenz steigend. Damit erzielt die Firma, die heute 24 Journalisten (davon 7 mit Multimedia-Aufgaben) beschäftigt, allein mit den Gebühren einen Umsatz pro Mitarbeiter von rund 50 000 $."
Dass es dazu gekommen ist, hat nicht nur mit dem spezifischen Medienmarkt in Malaysia zu tun, sondern auch mit zufälligen und glücklichen Entwicklungen: Eigentlich planten die zwei Gründungspartner einen 'richtige' Zeitung als Gegengewicht zu den von der Regierung kontrollierten Medien. Die Lizenz wurde verweigert, allerdings galten die "adminstrativen Zugangs- und Zensurhürden" nicht für das Internet. Anfangs funktionierte das Online New Portal mit kostenlosen Nachrichten dank Werbung gut, die Einführung der Abonnementspflicht musste aber eingeführt werden, als in der Dotcom-Krise die Anzeigen weg blieben. Seitdem Malaysiakini dank einer Finanzspritze auch diese Dursttrecke überlebte, geht es stetig bergauf.
"Doch bezüglich Qualität, Recherche und Vertrauenswürdigkeit steht der Online-Pionier immer noch alleine da. "
Bezahlte Online-Inhalte mit hoher Qualität funktionieren also - zumindest in Malaysia.
"Man darf sich keine Illusionen machen: Dass Malaysiakini so selbstsicher Zugangsgebühren erheben kann, hat mit der hiesigen Medienlandschaft zu tun. Die Konkurrenz, nämlich Print, Fernsehen, Radio und deren Webpräsenz, stehen unter der Knute der Regierung und präsentieren sich entsprechend trostlos."

Weitere Informationen: Das NZZ Video "Blättern und Surfen"

8. März 2009

Bürgerjournalismus - Bereicherung oder Bedrohung der Demokratie?

Das 'Web 2.0' - Phänomen der 'Macht der Massen' beschäftigt und erhitzt die Gemüter. Auf der 'Medien'-Seite der NZZ vom 6. März 2009 sind zu dieser Debatte drei Beiträge erschienen.

Ottfried Jarren, Professor für Kommunikations- und Medienwissenschaft an der Universität Zürich, formuliert in seinem Beitrag "Unersetzbare soziale Institutionen"* ein Plädoyer für den Erhalt der klassischen Massenmedien:

"Denn moderne Gesellschaften sind auf die Institutionen der Massenmedien zur Realisierung ihrer öffentlichen Kommunikation angewiesen. Medial vermittelte Kommunikation ist immer eine organisierte Form der Kommunikation – und das setzt Organisationen, Rollenträger und aufseiten des Publikums die Kenntnis ebendieser sozialen Strukturen voraus."

Er relativiert aber auch klar die aktuelle Hysterie um den Niedergang der Massenmedien:

"Das vermeintliche Sterben dieser traditionellen publizistischen Riesen wird allerdings nicht im Kontext mit dem erheblichen Ausdifferenzierungsprozess im Bereich der gesamten medial vermittelten Kommunikation und den sich daraus ergebenden ökonomischen Folgen gesehen, sondern generell als Niedergang der Massenmedien gedeutet.
Diese Sichtweise ist verkürzt."

Jarren geht in seinem Beitrag vor allem auf die Funktion der Massenmedien als Intermediäre in einer Gesellschaft ein.

"Die Rezipienten nutzen die Massenmedien, um sich über Themen zu orientieren. Und da sie wissen, dass auch andere Rezipienten so handeln, können sie sich über deren Beobachtungen zugleich orientieren – nicht im Detail, wohl aber in einem allgemeinen Sinn, denn das reicht für das eigene Entscheidungsverhalten bereits aus, zumal für eine Entscheidung über allgemeine soziale Vorgänge. Die Beobachtung der gesamtgesellschaftlichen Entscheidungsagenda über Massenmedien ist aufgrund des einfachen, raschen wie kostengünstigen Zugangs zu ihnen für alle Gesellschaftsmitglieder effizient."

Wenn Jarren sagt, dass in der aktuellen Debatte um die Zukunft der Medien ein "naives Medienverständnis" dominiert, dann ist dem sicher beizupflichten. Denn die allzu oft anzutreffende pauschalierende, oberflächiche und polemisierende Diskussion trifft kaum den Kern.

Nichtsdestotrotz muss man auch den 'neuen Medien' zugestehen, dass sie inzwischen eine Rolle in der Gesellschaft gefunden haben. In seinem Beitrag "Das Internet fördert die Demokratie" diskutiert der Blogger Ronnie Grob, der auch für medienlese.com bloggt, die demokratisierende Wirkung des Internet an sich um im Bereich der Medien speziell. Er spricht von der "Demokratisierung der Produktionsmittel", zitiert die "erzdemokratischen Züge einzelner Webprojekte" anhand von Beispielen, von denen man allerdings nicht weiss, wie nachhaltig sie sind bzw. sein werden oder wie repräsentativ sie sind, denn die genannten Beispiele sind nicht zum ersten Mal beschrieben. Obama muss (wieder einmal) als "Avantgardist" der neuen Medien herhalten. Und wie in vielen Diskussionen wird ein Gegensatz aufgebaut: Hier die 'Weisheit der Vielen', dort die 'Elitären', die gebildete Elite'. Ist das wirklich hilfreich? Sind die Nutzung des Internet als Kommunkikationsmittel einerseits und die klassischen Medien andererseits ein Widerspruch, ein Entweder - Oder? Ganz sicher nicht,und man könnte auch hier Beispiele aufzeigen, wie traditionelle und neue Medien sich wohltuend ergänzen. (Was Jarren übrigens in seinem dem NZZ Artikel zugrunde liegenden Beitrag tut)

Jarren und Grob beschäftigen sich beide aus ihrer Perspektive - hier der Wissenschaftler, dort der Blogger - mit dem gleichen Phänomen und kommen zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen. Allerdings sind die Ebenen der Diskussionen in den beiden Artikeln weit auseinander, eine Gegenüberstellung der Argumente ist kaum durchführbar. Ein aktuelles, direktes Streitgespräch wäre sicher spannend!

In einem dritten Beitrag mit dem Titel "Ohne Elite geht es nicht" fasst ras. die beiden Artikel zusammen.


* Der Beitrag basiert auf dem Aufsatz "Massenmedien als Intermediäre. Zur anhaltenden Relevanz der Massenmedien für die öffentliche Kommunikation", Medien & Kommunikationswissenschaft, 3-4/2008.

3. März 2009

Webciety - die CeBIT entdeckt das Thema 'Internet und Gesellschaft'

1991 veröffentlichte Marc Weiser (1952-1999) (Weisers homepage) seine Vison der Computer in dem viel zitierten Aufsatz im Scientifc American "The Computer for the 21st Century".
"The most profound technologies are those that disappear. They weave themselves into the fabric of everyday life until they are indistinguishable from it. "
Der Begriff des Ubiquitous Computing war geboren. Seitdem sind die Ideen und Visione von Weiser vielfältig benannt und in Teilen auch realisiert wordern. Synonyme bzw. ähnliche Begriffe sind z.B. Ambient Computing, Pervasive Computing (vgl. auch "Pervasive Computing/ Ubiquitous Computing" von Friedemann Matern). Dass die Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) heute in sehr viele Bereiche unseres Arbeits- und Privatlebens vorgedrungen ist, ist offensichtlich. Die Online- und die reale Welt verschmelzen immer mehr miteinander, in Informationsumgebungen sind technische und soziale Elemente kaum mehr voneinander zu trennen. Ob berührungslose Skipässe, RFID Chips in Büchern oder Preisetiketten - oft ist es uns gar nicht mehr bewusst, dass wir mit Technologie interagieren. Die Computer bzw. die Computerleistung verschwindet in die Welt um uns herum - Marc Weiser Vision erfüllt sich langsam. Dass die IKT unsere Welt verändert, ist jetzt auch bei der IT-Messe schlechthin, der CeBIT, angekommen. In Zeiten der Krise versucht die CeBIT (3.-8.3.2009) mit dem Schwerpunktthema „Webciety“ neue Zielgruppen zu gewinnen. Oder anders formuliert: Man trägt den Entwicklungen der Zeit Rechnung! Willkommen in der Gegenwart!
"Das Thema der CeBIT 2009 heißt Webciety, eine Wortschöpfung aus den Begriffen web und society. Hinter dem neuen Wort steht die derzeit wichtigste technische Entwicklung: wie keine Technologie zuvor greift das Internet in alle Lebensbereiche ein, verändert die Spielregeln und verschiebt das Gefüge der Kräfte. Wirtschaft ist heute ohne das Netz ebenso wenig denkbar wie Bildung, Infrastruktur oder Administration. Die Netzgesellschaft ist fast 20 Jahre nach den ersten grundlegenden Gedanken zum World Wide Web Realität. Und es steht jetzt vor einer weiteren Entwicklungsstufe." (CeBIT 2009)
"Hinter dem Kunstwort Webciety steckt die Frage nach den tiefgreifenden Auswirkungen des Webs auf die Gesellschaft."
(heise online CeBIT special 2009)
"Auf der disjährigen CeBIT dreht sich alles um Internet und Gesellschaft"
.... lässt uns die nette Dame auf der webciety Seite wissen, wenn sie erzählend durch das Lgo wandert.

Die Ideen für diesen Messeschwerpunkt lieferten der Webvermarktungsexperte Sascha Lobo und die Agentur Ce und Co; im Tagesschau Interviw verrät Lobo dann auch "
Das Internet wird zum Herzen der Gesellschaft"; und hier erklärt Lobo das webciety Konzept.

Das zugehörige
webciety Veranstaltungsprogramm macht neugierig: Neben "*.* 2.0" (von 'Tourismus 2.0' bis 'Fund Raising 2.0') findet man aber auch so etwas wie 'Wein 2.0' und gar eine 'Twitter Weinverkostung' und - gerade in diesen Tagen nicht uninteressant - 'Social Banking'. Wie wird Banking sozial? Wir sind gespannt auf viele spannende Berichte von der (neuen) CeBIT. Das Handelsblatt spricht noch vom "Experiement Webciety". Viel Spass beim experimentieren!

Bildquelle: CeBIT homepage

1. März 2009

Mediennutzung - Zwei aktuelle Studien aus Deutschland

Der Netzökonom auf FAZ.NET, Holger Schmidt, berichtet in zwei Beiträgen über aktuelle Studien zur Mediennutzung.

Im Beitrag "
3 von5 Internetnutzern sind in sozialen Netzwerken aktiv" wird über eine Studie von web.de berichtet, die sich mit der E-Mail als dominantes Kommunikationsmittel beschäftigt.
"E-Mail ist unverändert das mit Abstand stärkste Kommunikationsmittel im Internet. Soziale Netzwerke haben keinen nachhaltigen Einfluss auf die Nutzung von E-Mail. Solche Kommunikationsservices werden vielmehr als zusätzliches Angebot verstanden"
lautet die Schlussfolgerung der Repräsentativumfrage „Kommunikationsverhalten deutscher Internet-Nutzer", die im Auftrag von web.de durchgeführt wurde. Und weiter aus den Ergebnissen:
"Während nahezu jeder Internet-Nutzer über eine E-Mail Adresse verfügt, habe die Befragung gezeigt, dass lediglich 58 Prozent in sozialen Netzwerken aktiv sind. 'Soziale Netzwerke und Instant Messenging sind Teenager-Phänomene'."
Dazu der Netzökonom:
"Lediglich 58 Prozent sind in sozialen Netzwerken aktiv? Und gar 96 Prozent der jugendlichen Nutzer? Nach gerade einmal drei Jahren, in denen es soziale Netzwerke in breiter Form gibt, sind diese Zahlen nicht schlecht. Und dass die E-Mail-Nutzung gar nicht darunter leidet, dass viele Menschen nun in ihren Netzwerken oder per Twitter kommunizieren, erscheint auf Dauer wenig plausibel".
Und der Netzökonom zweifelt nochmals an der Plausibilität der Ergebnisse:
"Spannend ist die Analyse der tatsächlichen Nutzung der sozialen Netzwerke, deren Ergebnisse allerdings nicht unbedingt plausibel sind."
Vorsicht bei der Interpretation der Ergebnisse scheint also angebracht! Zur Methodik erfährt man beim Convios Consulting, die die Studie durchgeführt jhaben, noch folgendes:
"Die Umfrage wurde unter 1000 Internetnutzern ab 16 Jahren in Deutschland auf Basis einer Onlinebefragung (Computer Assisted Web Interviewing; CAWI) durchgeführt. Dabei wurden die Befragten repräsentativ nach Alter, Geschlecht und Nielsen-Region ausgewählt und im Zeitraum November 2008 jeweils etwa 15 Minuten befragt."
Im Beitrag "State of the Internet" berichtet der Netzökonom über eine Repräsentativstudie von PriceWaterhouse Coopers, die recht breit die Internetnutzung in Deutschland analysiert. Für die Studie "Internet 2009 - Wer macht was im World Wide Web?"
"wertete PwC die Antworten von 1.006 repräsentativ befragten Endverbrauchern ab 16 Jahren aus. "
Also so ziemlich die gleiche Grundgesamtheit wie bei der web.de Studie.
"Gut jeder zweite Befragte nutzt das Internet regelmäßig, 37 Prozent sind allerdings nie online. Das liegt vor allem am hohen Anteil der älteren Bevölkerung (60+), die das Internet eher selten oder gar nicht nutzen (83 Prozent)."
Und zur Nutzung sozialer Netzwerke:
"Soziale Netzwerke setzen sich durch
Das Internet wird nicht nur als wichtige Informationsquelle angesehen, sondern gilt auch gemeinhin als wichtiges Kommunikationsmedium, denn die weitaus meisten Befragten pflegen ihre Kontakte über das Internet. Das bevorzugte Medium ist nach wie vor die E-Mail, die 90 Prozent häufig oder wenigstens gelegentlich schreiben. In Communities wie Facebook, StudiVZ oder Xing sind mittlerweile 38 Prozent der Nutzer vernetzt.
Besonders populär sind die sozialen Netzwerke in der Altersgruppe unter 30. Hier sind drei von vier Internet-Nutzern auch Mitglied mindestens einer Online-Community. Knapp sechs von zehn der Befragten (56 Prozent) geben an, ihre Kontakte im persönlichen Online-Netzwerk häufig zu pflegen."
Das deckt sich grundsätzlich mit den Ergebnissen der web.de Studie. Blogs werden dagegen wesentlich seltener genutzt:
"Auf ein deutlich geringeres Interesse als soziale Netzwerke stoßen Online-Tagebücher oder Journale, so genannte Blogs. Fast zwei von drei Internetnutzern wissen mit diesem Begriff nichts anzufangen. Nur jeder fünfte Befragte liest zumindest gelegentlich ein Blog, jeder zehnte bloggt selbst.
Während Blogs in anderen Ländern durchaus als vertrauenswürdige Informationsquelle gelten, überwiegt bei den Befragten in Deutschland die Skepsis. Von denen, die Blogs kennen, halten diese 38 Prozent für unglaubwürdig, nur 23 Prozent für glaubwürdig."
Die Mehrheit der Befragten bewertet den Wahrheitsgehalt von Informationen aus dem Internet ganz allgemein generell zurückhaltend. 61% der Befragten unter 30 Jahren geben ein Glaubwürdigkeitsprobleman - diese hohe Zahl ist dann doch duchaus überraschend. Allerdings wird der Wert nicht weiter differenziert. Allerdings ist auch bei dieser Studie bezüglich Palusibilität Vorsicht geboten. Bei den Aussagen zur Nutzung von Online-Angeboten im Servicebereich ist die Zahl der Nichtnutzer relativ hoch: 54% der Befragten wickeln angeblich nie Bankgeschäfte Online ab, und bei der Nutzung von Online-Partnerbörsen geben nur 5% an, dass sie diese gelegentlich nutzen, 95% nutzen sie nie, und niemand häufig.